Wandern um Innsbruck mit Kinderwagen – Von Rum zur Enzianhütte

Innsbruck ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen in Tirol. Hohe Berge, tiefe Täler und schöne Seen laden zu Wanderungen ein. Malerisch liegt die Nordkette direkt hinter Innsbruck und macht Lust auf Wanderungen. Wenn man allerdings mit Kind und Kegel (insbesondere dem Kinderwagen) reist muss man sich doch ein wenig einschränken was die Touren angeht. Doch die gute Antwort vorneweg – auch mit Kleinkind bietet die Bergwelt um Innsbruck einiges um die Zeit aktiv zu verbringen.

Es gibt einige Wanderoptionen direkt um Innsbruck, aber auch im nahen gelegenen Stubaital die man gut mit dem Kinderwagen bewältigen kann und bei denen sich die Wanderung auch ideal mit einem Aufenthalt auf einer Hütte oder auf einem Spielplatz verbinden lassen – so haben beide Parteien, sowohl die Kids als auch die Erwachsenen ihre Freude an einem Ausflug.

Wanderung zur Enzianhütte

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Wer etwa eine Tour von rund 3-4h plant für den kann man die leichte Wanderung zur Enzianhütte empfehlen. Los geht es am Wanderparkplatz oberhalb von Rum – der Parkplatz ist relativ einfach zu finden indem man den Wegweisern zum Karwendelparkplatz von Rum aus folgt. Der Parkplatz liegt etwas oberhalb von Rum und Rum ist seinerseits wiederum 15min Fahrzeit von der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck entfernt.

Direkt am Parkplatz liegt auch gleich ein Waldspielplatz den man gut vor oder auch nach der Tour aufsuchen kann und der schön zum verweilen einlädt. Hier kann man gerne noch mal 1-2h zu verbringen da doch relativ viel für die Kinds geboten wird – von verschiedenen Schaukel, über Rutschen bis hinzu einer Seilbahn finden hier Kids mit verschiedenem Alter ihren Spaß.

Von Parkplatz folgt man den Wegweisern nach oben zum Rechenhof den man ca. nach 30min Gehzeit erreicht – die Strecke führt anfangs stetig nach oben wird dann aber flacher und man kann sich wieder ein wenig erholen.

Auf Höhe des Rechenhofes biegt man rechts Richtung Poschenhof ab – hier führt der Weg weiter nach oben, an der Weggabelung direkt am Poschenhof biegt man nun im weiteren Verlauf nach rechts ab und folgt dem Weg bergab bis zu nächsten größeren Kreuzung (ca. 15min Gehzeit). Dort folgt man dem Wirtschaftsweg zur Enzianhütte (nur dieser Wirtschaftsweg ist für den Kinderwagen geeignet). Nun geht es wieder stetig ca. 30-40 Minuten zur Enzianhütte empor. Man folgt dem Wirtschaftsweg direkt bis zur Hütte – eine Abzweigung davor zu einem Wanderweg kann man getrost ignorieren das der Wirtschaftsweg direkt bis zur Hütte führt.

Auf der Enzianhütte kann man nun im Anschluss schön verweilen und sich ein wenig von den Strapazen des Aufstiegs erholen. Direkt an der Hütte ist auch ein kleiner Spielplatz angeschlossen, der zwar kein wirkliches Highlight ist, aber immerhin besser als nicht.

Nach der kleinen Stärkung geht es dann auch dem gleichen Weg wieder zurück zum Parkplatz. Der Weg hat ca. ein Länge von 5-7km und ist gut in 3-4h zu bewältigen (mit entsprechenden Pausen).

Rosengartenschlucht Imst

Mitten im Stadtzentrum Imst beginnt die Wanderung in die Imster Rosengartenschlucht. Der Beginn der Tour ist eigentlich in allen Ortsteilen von Imst gut beschildert. Will man aber noch weiterführende Informationen oder sich Ausrüstungsgegenstände wie bspw. Wanderstöcke oder eine Kindertrage kostenlos ausleihen, so sollte man vor dem Start noch einen Abstecher ins Imster Tourismusbüro machen. Dieses befindet sich am Johannesplatz 4 in Imst. Bei der Rosengartenschlucht handelt es sich um eines der wertvollsten Biotope Tirols und man muss 1,5 km bewältigen bevor man das Ende der Schlucht erreicht. Für eine Rundwanderung sollte man mit Kindern ca. 2,5h einplanen – es ist allerdings auch möglich ein Auto in Hoch-Imst zu parken und sich somit den Weg hinunter zu „sparen“. Insgesamt lässt sich die Wanderung durch die Rosengartenschlucht gut mit Kindern bewältigen, Kinderwagen sind allerdings nicht möglich.
Der Verlauf der Wanderung orientiert sich am Verlauf des Schinderbaches und somit hat man immer einen tollen Ausblick auf den Bach – der Weg ist sehr abwechslungsreich gestaltet – über Brücken, durch kleine Tunnel, etc. und ist an allen Streckenabschnitten gesichert.
Die Wanderung endet ca. 15-20 Minuten vor Hoch-Imst, man kann dann hier bereits umkehren und wieder Richtung Imst weitergehen, hier empfiehlt sich dann eine kleine Rundwanderung durch den Wald hinab ins Tal. Alternativ kann man aber auch weiter nach Hoch-Imst laufen um dort Richtung Untermarkter Alm (1.491m), Latschenhütte (1.623m) etc. weiterzuwandern. Alternativ kann man auch mit der Imster Bergbahn weiter in die Höhe fahren und mit dem Alpine Coaster wieder hinab nach Hoch-Imst düsen.
Der kürzeste Weg von Hoch-Imst nach Imst dauert ca. 20 Minuten.
Die Rosengartenschlucht ist sehr schön und für alle die sich im Großraum Imst aufhalten auf alle Fälle zu empfehlen. Die Wanderung eignet sich als Halbtagestour oder in Verbindung mit anderen Aktivitäten auch als Tagestour. Zudem ist die Tour auch mit Kindern zu bewältigen und bietet auch Abenteuerpotential für die Kleinen. Positiv aufgenommen habe ich die nette Beratung im Tourismusbüro Imst und das Angebot bspw. Kindertragen für die Wanderung kostenlos auszuleihen.
Zudem werden einmal wöchentlich geführte Rundwanderungen durch die Rosengartenschlucht angeboten (derzeit: Montags von 14h – 17:30h) – dafür sollte man sich beim Tourismusbüro informieren und anmelden.
Wenn man die Tour machen möchte, sollte man in Imst die Parkplätze 4 und 8 ansteuern, da es sich bei diesen um Tagesparkplätze handelt (Kosten 50 Cent / 4h).

Dilek Nationalpark – Wanderung durch die Olukludere Schlucht

Der Dilek Nationalpark in der Nähe von Kusadasi bietet ein ideales Umfeld für Wanderungen in der ansonsten doch sehr vom Pauschaltourismus geprägten Landschaft um Kusadasi an der türkischen Ägäis Küste. Man kann den Nationalpark mit dem Auto besuchen, durch den Park führt eine gerade Straße die an verschiedenen Aussichtspunkten Parkmöglichkeiten anbietet. Immer wieder gehen einzelne kleinere Strecken hinunter zu den verschiedenen Stränden an denen man im kristallklaren Wasser baden kann. Insgesamt gibt es im Nationalpark ca. 4-5 dieser Abstecher.

Die Route durch den kompletten Nationalpark dauert ca 45min, am Ende der Straße gibt es einen Umkehrpunkt ab dem man dann auf der gleichen Strecke wieder zurück fährt.

Für Wanderfreunde dürfte das Highlight der Parkes der Wanderweg durch die Olukludere Schlucht sein. Der Wanderweg führt über 15 Kilometer von der Straße weg den Berg hinauf. Insgesamt werden bei der Wanderung rund 900 Höhenmeter überwunden. Das Ende des Wanderweges bildet das alte griechische Dorf Doganbey, was zu einem des besterhaltenen griechischen Dörfer in der Türkei zählen dürfte. Während der Wanderung für die man je nach Kondition und Geschwindigkeit zwischen 4-6 Stunden einplanen sollte hat man wunderschöne Ausblicke auf die griechische Insel Samos und den See Bafa. Der Wanderweg führt ebenfalls vorbei an Wasserfällen und Bächen, die allerdings vor allem im Führjahr gut gefüllt sein dürften.

Will man wieder zum Ausgangspunkt zurück hat man entweder wieder die Möglichkeit zurück zu trampen oder auf öffentliche Verkehrsmittel wie ein Taxi zu hoffen, oder aber man muss den gesamten Weg wieder in umgekehrte Richtung zurücklegen.

Das es im Sommer in der Region sehr heiß werden kann, empfiehlt es sich den Trek am frühen Morgen zu starten. Möglichkeiten zum Camping sind im Nationalpark gegeben. Zudem sollte man auf eine ausreichende Kondition sowie ausreichend Wasservorräte während der Tour achten.

Es wird empfohlen für die Tour einen Guide sowie eine entsprechende Permit sich zu besorgen.

Nach der anstrengenden Wanderung kann man sich ideal beim Schwimmen an einem der malerischen Strände erholen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte man den Park am Wochenende vermeiden, da er dann sehr überlaufen ist.

Wanderweg Great Himalaya Trail – 1.700 Kilometer Trekking in Nepal

Für Trekkingfans gibt es ein neues Highlight in Nepal. Seid wenigen Tagen hat der neue 1700 Kilometer lange Great Himalaya Trail eröffnet, welcher große Teile des Landes abdeckt und somit einen faszinierende Einblick in die Bergwelt Nepals ermöglicht.

Für den neuen Weg benötigt man allerdings ein wenig Zeit. Die gesamte Wegstrecke ist in 10 Sektionen aufgeteilt für die man in Summe um die 150 Tage benötigt.

Der Trek ist in folgende Abschnitte eingeteilt:

  • The Far West
  • Humla
  • Rara, Jumla & Mugu
  • Dolpa
  • Annapurna & Mustang
  • Ganesh Himal & Manaslu
  • Langtang & Helambu
  • Everest & Rolwaling
  • Makalu Barun
  • Kanchenjunga (Kangchendzönga)

Der Trek startet in der Nähe des Kanchenjunga und der Weg führt vorbei an zahlreichen der weltbekannten 8.000er Berg Nepals.

Je nach alpiner Erfahrung gibt es zwei Varianten – die eine über 5000m hohe Pässe, eine weitere Route verläuft etwas niedriger. Der Weg führt vom Distrikt Taplejung im Osten bis nach Humla und Darchula.

Ziel des neuen Wanderwegs ist es auch weitere Regionen neben den bekannten Regionen Khumbu (Everest), Annapurna und Langtang touristisch zu erschließen.

Übernachtet werden kann während des Verlaufes in Teehäusern und einfachen Lodges, für einige Passagen ist aber auch zwingend erforderlich ein Zelt zu haben.

Für einige Gegenden muss beachtet werden, dass man Permits benötigt um dort zu wandern und zu trekken (z.B. für die Regionen Mugu, Helambu & Langtang, Nar-Phu).

Wandern im Montafon (Grabs, Schruns)

Im Montafon gibt es für aktive Wanderer jede Menge Möglichkeiten: Von der kleinen kinderwagenfreundlichen Tour bis zur anspruchsvollen Wanderung ist alles dabei.
Am Besten kann man sich im örtlichen Touristenbüro eine entsprechende Karte zulegen: Hier gibt es entweder kleinere kostenlose Karten, in denen aber auch einige Wandervorschläge kurz beschrieben und eingezeichnet sind, oder aber man kauft sich eine entsprechende Wanderkarte (Kosten ca. 8 Euro).

Wir haben uns während unseres Montafon-Aufenthaltes für eine Tour in Grabs entschieden. Als Startpunkt hatten wir eigentlich Grabs selber vorgesehen, aber nachdem hier das Autofahren nur für Anlieger oder Gäste des Gasthofes erlaubt ist, haben wir schon etwas früher gehalten und haben diese Stück ca. 30 Minuten zu Fuß zurück gelegt (geteerte Straße). In der Regel hat man auch die Möglichkeit einen Wanderbus in Anspruch zu nehmen, man sollte sich aber min. einen Tag davor um die Verbindungen kümmern und evtl. eine Reservierung vornehmen.

In Grabs angekommen sind wir dann querfeldein Richtung Käserei Alpila Alpe aufgebrochen – durch eine Kuhherde hindurch führt der Weg zuerst bergauf durch eine Wiese und schlängelt sich dann durch den Wald – der Weg ist dabei durchgängig markiert. Das letzte Stück bis zur Käserei folgt dann wieder einem breiteren Kiesweg. Leider hatten wir Pech und die Käserei war geschlossen und so blieb die erhoffte Stärkung aus…
Für dieses erste Stück sollte man so ca. 1,5 Stunden einplanen.

Von der Käserei hat kann man nun zwischen zwei alternativen Wegen wählen: Der blaue Weg ist die anspruchsvollere Gratwanderung während die rote Markeierung den „normalen“ Wanderweg weiterführt.
Da bei unserem Besuch das Wetter leider nicht mitgespielt hat und es auch regenete, entschieden wir und dem roten Weg zu folgen. Der Weg geht erst einmal einer etwas breiterem Kiselweg entlang bevor man wieder durch Wiesen und etwas Wald an Höhe gewinnt. Bis zum Tobel muss man dann noch etwas an Höhe gewinnen, dabei geht es etwas über Geröll und Steine.
Der Ausblick auf den See ist allerdings sehenswert. Hier kann man nun duch den Alpinen Steig zurückkehren und macht so eine Rundtour, die einen wieder zur Käserei bringt.

Eine andere Alternative ist der weitere Aufstieg Richtung Tilsunahütte.