Wanderweg Great Himalaya Trail – 1.700 Kilometer Trekking in Nepal

Für Trekkingfans gibt es ein neues Highlight in Nepal. Seid wenigen Tagen hat der neue 1700 Kilometer lange Great Himalaya Trail eröffnet, welcher große Teile des Landes abdeckt und somit einen faszinierende Einblick in die Bergwelt Nepals ermöglicht.

Für den neuen Weg benötigt man allerdings ein wenig Zeit. Die gesamte Wegstrecke ist in 10 Sektionen aufgeteilt für die man in Summe um die 150 Tage benötigt.

Der Trek ist in folgende Abschnitte eingeteilt:

  • The Far West
  • Humla
  • Rara, Jumla & Mugu
  • Dolpa
  • Annapurna & Mustang
  • Ganesh Himal & Manaslu
  • Langtang & Helambu
  • Everest & Rolwaling
  • Makalu Barun
  • Kanchenjunga (Kangchendzönga)

Der Trek startet in der Nähe des Kanchenjunga und der Weg führt vorbei an zahlreichen der weltbekannten 8.000er Berg Nepals.

Je nach alpiner Erfahrung gibt es zwei Varianten – die eine über 5000m hohe Pässe, eine weitere Route verläuft etwas niedriger. Der Weg führt vom Distrikt Taplejung im Osten bis nach Humla und Darchula.

Ziel des neuen Wanderwegs ist es auch weitere Regionen neben den bekannten Regionen Khumbu (Everest), Annapurna und Langtang touristisch zu erschließen.

Übernachtet werden kann während des Verlaufes in Teehäusern und einfachen Lodges, für einige Passagen ist aber auch zwingend erforderlich ein Zelt zu haben.

Für einige Gegenden muss beachtet werden, dass man Permits benötigt um dort zu wandern und zu trekken (z.B. für die Regionen Mugu, Helambu & Langtang, Nar-Phu).

Huaraz in Peru – Startpunkt für Action in der Cordillera Blanca und Negra

Huaraz in Peru stellt für viele Bergsportler den idealen Ausgangpunkt für Aktivitäten in der Cordillera Blanca oder auch der Cordillera Negra dar.

Unterkunft
Für viele Bergsportler die einen längeren Aufenthalt am Berg planen, sei es auf einem der vielen Treks oder auch beim Bergsteigen dürfte die Unterkunft in Huaraz die letzte luxuriösere Unterkunft für ein paar Tage sein. In Huaraz gibt es Unterkünfte für fast jeden Budgetrahmen, von einer billigen Nacht in einem Dorm in einem Hostal bis zu luxuriösen Unterkünften in einem Hotel kann man in Huaraz viele Angebote auf engstem Raum finden.

Agenturen
In Huaraz wimmelt es nur so von Agenturen die den Reisenden und Abenteuerlustigen einen Trip in die spektakuläre Bergwelt der Cordillera Blanca bzw. Cordillera Negra verkaufen wollen. Umso schwieriger ist es die passende Agentur zu finden. Abstand sollte man auf jeden Fall von allen Verkäufern nehmen die einen auf den Straßen ansprechen; zum aller größten Teil sind diese unseriös oder auch nur Reseller von anderen Agenturen.
Ferner sollte man davon Abstand nehmen Touren vorher im Internet zu buchen. Die Preise die vor Ort angeboten werden sind in der Regel wesentlich billiger als die Preise die man vor Ort aushandeln kann. Prinzipiell lohnt es sich immer mit den verantwortlichen Personen zu handeln, je nach Geschick kann man auf diese Weise häufig noch den einen oder anderen Euro sparen.
Zahlen kann man die Agenturen im Normalfall in der Landeswährung Sol oder in US Dollar, oder via Kreditkarte. Die besten Preise werden nach unseren Erfahrungen in Barzahlung von US Dollar ermöglicht (diese kann man über den Geldautomaten vor Ort abbuchen).

Wichtige Fragen vor der Buchung sind u.a. welchen Transport die Agenturen anbieten, ob dieser von ihnen selbst organisiert wird, oder ob sie für den Transport den öffentlichen Verkehr einsetzen. Ferner sollte man auch einen Blick auf die Ausrüstung werfen und sich am besten die Ausrüstungsgegenstände zeigen lassen die auch auf der Tour verwendet werden. Zudem sollte man sich detailliert auflisten lassen welche Leistungen in der Tour inkludiert sind und welche nicht. Am besten sollte man sich d ies schriftlich geben lassen.

Neben der Agentur hängt fast noch mehr von jeweiligen Guide ab. Wir haben bei derselben Agentur zwei verschiedene Trips gebucht. Mit dem Einen waren wir zu 100 Prozent zufrieden, bei dem anderen musste man doch schon einige Abstriche in Kauf nehmen, vor allem was den englisch sprechenden Guide angeht sind die Unterschiede doch sehr groß, teilweise gibt es Guides die wirklich fließend englisch sprechen zum anderen gibt es aber auch welche die nur wenige Wort sprechen und die als sehr gute Englischkenntnisse darstellen.

Im jedem Fall lohnt sich ein Vergleich von mehreren Agenturen. Die Preis- und Qualitätsunterschieden sind teilweise gravierend.
Letztendlich kann man sich zum Einen an Erfahrungen und Empfehlungen von anderen Reisenden orientieren und sich auf sein eigenes Gefühl verlassen. Aus diesem Grund ist es wirklich empfehlenswert sich mehere Agenturen anzuhören und die Leistungen und den Eindruck miteinander zu vergleichen.

In Huaraz
Huaraz selbst hat nicht besonders viele Sehenswürdigkeiten, also sollte man die Tage nutzen und lieber die Bergwelt erkunden. Sicher ein paar Stunden vor und nach dem Trek kann man es auch gut in Huaraz aushalten, viel mehr wie 1-2 Tage sind dort aber sicherlich nicht „sinnvoll“ zu füllen. Lieber sollte man die freien Tage nutzen und Ziele in der näheren Umgebung von Huaraz erkunden. U.a. gibt es Ziele wie die Aguas Calientes oder Bouldern, bzw. Klettern die auch schon in wenigen freien Stunden möglich sind.

Anreise
Am einfachsten kommt man nach Huaraz mit einer der Busgesellschaften. Von der peruanischen Hauptstadt Lima fahren täglich mehrere Busse in der Bergsteigermetropole. Zum größten Teil werden von den Busgesellschaften Nachfahren von und nach Lima angeboten. Die 8-stündige Busfahrt geht dann meistens zwischen 22-23 Uhr los und kommt dann früh am nächsten Morgen in der jeweils anderen Stadt an. Busfahrten weeden von den Busgesellschaften Cruz del Sur und Movil Tours angeboten, je nach vorhandenen Budget kann ein Sitzplatz in der Economy Klasse gewählt werden oder eine luxuriöse Busfahrt in einem VIP Cama Bus, bei dem man dann in einer fast waagrechten Position die Busfahrt relativ entspannt erleben kann.

Huaraz – Trekking in der Cordillera Blanca in Peru

Huaraz ist der Ausgangspunkt für viele Trekker und Bergsteiger die Touren in der Cordillera Blanca planen. Die Cordillera Blanca ist in den nördlichen Anden Perus gelegen und ist die höchste Gebirgskette des amerikanischen Kontinents. Neben zahlreichen Gipfeln über 5000 und 6000m stellt der Gipfel des Huascarán mit seinen 6768 m den höchsten Punkt dieser Gebirgskette dar.

Man erreicht Huaraz von Lima mit einer ca. 8h Busfahrt. Von Huaraz geht es dann mit Taxis oder Collectivos weiter zu den Ausgangpunkten für Besteigungen und Trekkingtouren.

Die Region bietet einige Optionen für verschiedene Trekkingtouren und man kann sich nach individueller Stärke und Lust eine passende Tour für seine Verhältnisse aussuchen.

Eine der bekanntesten Touren für Trekking Enthusiasten dürfte der Santa Cruz Trek sein. Die 4-tägige Tour über 50km bietet abwechslungsreiche Landschaften und kann zwischen April und November ohne Probleme begangen werden. Höchster Punkt der Tour liegt bei 4760m.

Grundsätzlich kann man den Santa Cruz Trek in beiden Richtungen laufen, je nachdem welche weiteren Zielpunkte man hat kann man individuell planen welche Option für einen besser ist. Für Trekker die mit dem Gedanken spielen die Dienste von Träger zu nutzen empfiehlt sich als Startpunkt Cashapampa, denn dort  ist es einfacher entsprechende Esel und Treiber anzuheuern.

Der klassische Ablauf für eine 4 Tagetour ist wie folgt:

Tag 1: Busfahrt von Huaraz nach Cashapampa (rund 4 Stunden). Anschließend beginnt das erste Trekking entlang des Flusses Santa Cruz bis zum ersten Camp bei Santa bei Llamacorral 3750m (5 Stunden).

Tag 2: Der zweite Tag des Trekking ist relativ moderat. In einem vierstündigen Trekking gewinnt man weiter an Höhe und geht durch ein weites Tal nach Taullipampa 4250m.

Tag 3: Am dritten Tag folgen die anspruchsvollsten Kilometer des Treks. Zunächst geht es hinauf zum 4750m hochgelegenen Pass Punta Union, anschießend verliert man wieder rapide Höhenmeter auf den wen nach Paria 3850m (7h)

Tag 4: Am letzten Tag wartet eine noch etwas 5h Tour nach Vaqueria von dort aus wieder Busse zurück nach Huaraz fahren.

Folgende weitere Möglichkeiten zum Trekking bieten sich an:

Lake Churup
8 Stunden, ganzjährig

Lake 69
7 Stunden, ganzjährig

Alpamayo Circuit & Alpamayo Base Camp/ Cedros – Alpamayo Trek
9-13 Tage, April bis Oktober, Höhe 4850m

Olleros – Chavin
3 Tage, von April bis November,  37km, Höhe 3200-4750m

Santa Cruz – Ulta
6 Tage, April bis Oktober

Durch relativ hochgelegenen Treks, sollte man sich vor allem gut akklimatisieren bevor man sich auf den Weg macht, umso Problemen mit der Höhenkrankheit aus dem Weg zu gehen.

Poonhill Aussichtspunkt (Nepal)

Poonhill (Pun Hill, Poon Hill) ist so etwas wie das Mekka aller Annapurna Trekker. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich beim Poonhill um einen Berg (3200m hoch) von dem aus man einen traumhaften Blick auf das Annapurna-Massiv mit den Gipfeln Annapurna 1, Annapurna South, Mt. Dhaulagiri und auf das „Matterhorn” Nepals, den Machhapuchare hat.
Ausgangspunkt für die Besteigung des Poonhills ist Ghoropani. Das kleine Dorf mit vielen Hütten und Lodges bietet die ideale Ausgangsbasis, um am kommenden Morgen früh den Anstieg auf den Gipfel in Angriff zu nehmen. Der Weg nach Ghoropani führt durch Reisfelder und Rhododendronwälder.

Der Blick ist vor allem bei klaren Verhältnissen traumhaft schön. Daher empfiehlt es sich die Tour auch vor allem in der Herbstsaison nach dem Monsunregen zu absolvieren, da dann die Chancen auf klare Sichtverhältnisse besser sind.
Bei unserem Aufstieg Richtung Poonhill in der Frühjahrsaison waren wir leider von der Sicht her weniger begünstigt. Dennoch konnten wir einen beeindrucken Sonnenaufgang erleben. Los ging es bereits um 4 Uhr um die 400m Höhenmeter von der Lodge zum Gipfel noch vor dem Sonnenaufgang absolvieren zu können. Gemeinsam mit ca. 100 weiteren Trekkern beobachteten wir dann schließlich den Sonnenaufgang. Trotz der relativ trüben Sichtverhältnisse, war es ein beeindruckendes Erlebnis.

Den Poonhill Aussichtsberg erreicht man am besten auf dem Poon Hill Trek oder auf dem Annapurna Circuit.

Es kommt natürlich auch ein wenig darauf an, welche Fähigkeiten du mitbringst. Kannst du z.B. schon klettern und gehst regelmäßig klettern oder willst du in dem Kurs auch noch das Klettern erlernen? Ich denke grundsätzlich kannst du relativ schnell feststellen ob das Eisklettern etwas für dich ist oder nicht.

Laugavegur, Trekking von Landmannalaugar nach Þórsmörk

Einer der schönsten Treks in Island, wenn nicht einer der schönsten in ganz Europa ist der Trek von Landmannalaugar nach Þórsmörk. Der Laugavegur (auf deutsch “Weg der heißen Quellen”) ist insgesamt 54km lang und wird in der Regel in 4-6 Tagen absolviert. Für die fitten Trekkingfreunde ist es möglich den Trek über der Fimmvörðuháls Pass bis an die Küste nach Skógar zu verlängern. Prinzipiell kann man den Trek in beiden Richtungen absolvieren. Übernachten kann man entweder in Hütten oder man kann mit dem Zelt an den Hütten zelten. Egal für welche Übernachtungsmöglichkeit man sich entscheidet zwingend notwendig ist es auf jeden Fall ausreichend Lebensmittel für die Tage mitzunehmen, da es während des Treks keine Möglichkeit gibt Lebensmitteln nachzukaufen.

Wir wollten den Trek in Landmannalaugar starten und dann bis nach Porsmörk durchwandern. Wir sind damals von Skaftafell mit dem Autobus angereist. Allein die Anreise ist sehr eindrucksvoll, man durchquert mit dem Bus die schwarze Aschewüste und hat immer wieder Blick auf Vulkane und Seen. In Landmannalaugar selbst hat man das Gefühl sich mitten in einem Basecamp zu befinden. Auf dem relativ provisorisch angelegten Zeltplatz sind viele Zelte zu sehen und in zwei alten Bussen wird man mit Lebensmitteln etc. versorgt. Hier kann man sich auch zum letzten Mal mit Lebensmitteln und Gas für den Trek versorgen. Allerdings ist es empfehlenswert sich bereits vor der Anreise mit den Basis-Lebensmitteln einzudecken – etwas frischen Nachschub oder vergessene Sachen, kann man dann hier noch nachkaufen. Neben dem Camp gibt es auch noch eine Herberge in der man sich etwas luxuriöser betten kann. Neben der atemberaubenden Aussicht sind sicherlich die heißen Quelle direkt in der Nähe des Campingplatzes ein Highlight. Es ist unglaublich entspannend nach einem kalten und nassen Tag im engen Zelt sich dort einfach zu entspannen, sehr schnell wird der prasselnde Regen zur kühlenden Dusche in heißen Quellen. Bitter kalt wird es erst wieder wenn man sich nach dem Bad wieder fertig macht um zurück ins Zelt zu kommen. Das Aussteigen aus dem gemütlich warmen Quellwasser ins kalte isländische Nass ist doch nichts für jedermann. Allerdings kann man ja auch Glück mit dem Wetter haben und man geht vom heißen Nass ins warme Trockene… leider hatten wir dieses Glück aber nicht.

Unser Ziel war es den Trek mit dem Zelt zu absolvieren, wir hatten auch schon die Tage davor gecampt und dachten, dass wir für Wind und Wetter gut gewappnet waren. Nachdem es aber kontinuierlich mehrere Stunden heftig windete und regnete haben wir überlegt ob wir die Tour schon am Ausgangspunkt abbrechen sollten, denn die Verhältnisse und die Vorhersage für die kommenden Tage waren nicht gerade vielversprechend. Mit dem Zelt hatte es also auf der ersten Etappe keinen Sinn die Tour anzugehen (zudem war unser Zelt schon nass). Um uns dennoch nicht völlig die Tour zu versauen haben wir uns entschieden bei der Hüttenverwaltung anzufragen, ob noch ein Platz in der nächsten Hütte frei war. Nach etwa 1h bekamen wir das OK, das eine andere Gruppe abgesagt hatte und wir deren Platz in der Hütte einnehmen konnten. Mit der Sicherheit eines festen Daches über dem Kopf haben wir uns entschieden die erste Etappe anzugehen. Bei strömenden Regen und konstant starken Wind machten wir und also vom Campingplatz auf Richtung 1. Hütte auf dem Trek. Insgesamt war die erste Etappe mit rund 12km doch gut an einem Tag zu absolvieren.

Zunächst lief es relativ gut es ging zuerst relativ flach los und auch das Wetter spielte mit. Wir konnten doch einiges von der wunderschönen Natur sehen und unsere Blick ein wenig kreisen lassen. Der Weg führt vorbei an kleinen Lagunen und an qualmenden Schwefelquellen. Nach etwa 1,5km stieg die Route langsam an und das Wetter wurde schlagartig schlechter, der Wind frischte wieder gewaltig, so dass wir keine Chance hatten unsere Regenponchos rechtzeitig anzuziehen, diese flatterten auch noch 1h nach dem ersten anziehen ohne jegliche Regenschutzfunktion an unserem Körper herum. Auch die nach unserer Meinung ganz guten Outdoorjacken zeigten eindeutige Schwächen in der Wasserdurchlässigkeit, nass triefend machten wir uns auf den Weg durch die Schneefelder die auf dieser ersten Etappe zu durchqueren sind. Keine Probleme hatten wir mit dem Finden des richtigen Weges, der Weg ist nach unserer Meinung an diesem Tag sehr gut ausgeschildert, immer wieder sieht man die roten Holzstangen in Steinhäufen stecken die einem den richtigen Weg zu Hütte zeigten. Durch die Wetterstrapazen gekennzeichnet erreichten wir nach ca. 3.5h die Hütte und wir konnten es in unserem Zimmer mit vielen anderen durchnässten Wanderern bequem machen. Glücklich schätzten wir uns vor allem darüber dass wir ein Dach über den Kopf hatten, Mitleid hatten wir allerdings mit den Campern die verzweifelt versuchten ihrem Zelt bei diesem Wetter Halt zu geben.

Im Laufe des Tages wurde das Wetter immer schlechter, so dass den Campern am späten Abend sogar gewährt wurde auf der Veranda der Hütte zu zelten, dort hatte man wenigstens die Chance sein Zelt zu befestigen. Gegen Abend nahm der Funkverkehr zwischen den einzelnen Hütten zu, denn es fehlten noch Leute auf der Strecke. Auf dem Trek ist es obligatorisch, dass man sich bei jeder Hütte an- und abmeldet was einem speziell bei diesem Wetter doch einiges an Sicherheit gab. Nach eine ruhigen Nacht im 12- Bett Zimmer hofften wir am nächsten Tag auf Besserung, so dass wir wie geplant weiterwandern konnten, leider wurde unsere Hoffnung im Keim erstickt. Zusätzlich zu Wind und Regen hat sich in der Nacht der Nebel zu den Wetterkapriolen gesellt und machte die Bedingungen so noch schlechter. Wieder standen wir vor der Frage umdrehen oder weiter, nachdem wir wieder eine Hütte ergattern konnten entschieden wir uns zunächst für ein Weiter, doch schon nach ein paar hundert Metern und dem unfreiwilligen Kontakt mit Schmelzwasser wussten wir das es wohl sinnvoller wäre umzukehren. Schweren Herzens machten wir uns zurück auf den Weg zum Ausgangspunkt. Wieder ging es zurück über die Schneefelder doch mit der eingeschränkten Sicht und dem immer stärker werdenden Winden war der Rückweg kein Spaziergang mehr. Immer wieder mussten wir uns orientieren um den richtigen Weg zu finden. Teilweise wurden wir von den Windböen auf dem glatten Untergrund hingelegt. Bei jeder Pause bestand die Gefahr auszukühlen, so dass wir diese auf ein Minimum reduzierte. Völlig durchnässte kamen wir nach ca. 2,5h wieder am Ausgangspunkt an. Dort versuchten wir uns in der Toilette mit ca. 100 anderen Trekkern und Campern wieder trocken zu legen, denn in der Nacht wurde auch der Campingplatz in Landmannalaugar gehörig unter Wasser gesetzt.

Am Mittag entschieden wir uns dann mit einem der Sonderbusse zurück in die Hauptstadt zu pilgern um dort dann zu entscheiden wie wir weitermachen wollten. Der Campingplatz in Landmannalaugar wurde auch aufgrund des schlechten Wetters geräumt. Auch wenn wir die Tour nicht beenden konnten, war es dennoch ein unvergessliches Erlebnis.