Atlas – 10 Series – Schneeschuhe

Was gibt es Schöneres als bei einer Schneeschuhwanderung die ersten Spuren in den Tiefschnee zu ziehen – dazu ein traumhaftes Winterpanorama in der schönen Wintersonne.

Für eine gelungene Schneeschuhwanderung benötigt man hinsichtlich Equipment nicht viel – nur Eines darf nicht fehlen: Die Schneeschuhe und je nach Location natürlich auch noch das passende Lawinenequipment. Ich habe mich beim Kauf meiner ersten Schneeschuhe für den ATLAS – 10 Series – Schneeschuh entschieden. In Summe muss man sich vor dem Kauf vor allem die Frage stellen für welches Terrain der Schuh primär eingesetzt werden soll. Der Atlas 10 Series ist ein Aluminium-Schneeschuh der von der Machart sehr dem klassischen Schneeschuh entspricht und für das voralpine Gelände konzeptioniert wurde. Der Alurahmen ist mit einem Kunststoff überzogen und bietet einen guten Auftrieb. Preislich liegt der Schuh im Mittelfeld.

Bei der Wahl des passenden Schneeschuhes ist vor allem die Größe entscheidend. Je höher das Körpergewicht ist desto größer muss die Fläche des Schneeschuhes sein. Den Atlas 10 Series gibt es hierfür in drei verschiedenen Größen (Gewichtsklassen). Für “Leichtgewichte” ist die kleinste Variante passend, diese reicht bis zu einem Körpergewicht von 91 kg. In diese Ausführung haben die Schuhe eine Länge von 64 cm und wiegen 2,07 kg. Die mittlere Variante ist bestens geeignet für ein maximales Körpergewicht von bis zu 113 kg – in diese Konfiguration wiegt der Schuh 2,2 kg und hat eine Länge von 76 cm. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen bietet der Atlas 10 auch ein Angebot für schwere Tourengeher – für ein Gewicht von bis zu 136 kg ist die größte Variante geeignet – mit 89 cm Länge und rund 2,32 kg Gewicht bieten diese Schuhe die nötige Fläche um im Tiefschnee gut voran zu kommen.

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Besonders positiv sticht beim Atlas 10 der Komfort hervor: Wir hatten davor schon einige Leihschuhe im Einsatz und im Vergleich dazu hat uns das Handling des Atlas 10 überzeugt. Der Atlas 10 bietet ein extrem gutes Handling und eine einfache Justierung der Bindung. Auch der Tragekomfort ist sehr hoch. Die Bindung liegt besonders gut am Fuß und bietet eine sehr gute Übertragung der Bewegungen vom Fuß auf den Schuh.

Besonders komfortabel ist, dass man auch mit großen Schuhgröße (bis zu Schuhgröße 48) noch genug Platz in der Bindung findet. Bei kleinen Schuhgrößen kann es durchaus sein, dass der Riemen durch die Länge etwas stört, aber da kann man ja Abhilfe schaffen ;).

Mir persönlich hat der Schuh auf unseren Schneeschuhwanderungen sehr gut gefallen. Der Atlas 10 ist ein toller Schneeschuh, der mit guter Verarbeitung und Qualität überzeugt. Auch bei längeren Touren war der Schuh bequem zu tragen und hat guten Halt geboten. Bei relativ steilen Passagen hat mir der Atlas 10 stets einen guten Halt geboten und die Steighilfe hat gute Arbeitet geleistet. Für uns ist der Atlas der ideale Allrounder mit dem man sowohl im flachen Terrain als auch im bergigen Gelände den passenden Begleiter hat. Von unserer Seite ein ganz klare Kaufempfehlung – insbesondere für große Größen!

Jetzt muss nur noch der erste Schnee kommen, damit wir in die zweite Schneeschuh-Saison starten können.

Wintersporttrend: Schneeschuhwandern

Schneeschuhwanderungen werden im Wintersport in den vergangenen Jahren immer stärker nachgefragt. Mittlerweile werden die passenden Wanderungen schon in vielen Wintersportorten angeboten – meist kann einem das örtliche Tourismusbüro auf der Suche nach einer geführten Schneeschuhwanderung behilflich sein. Das Gute bei geführten Schneeschuhwanderungen ist, dass man kann relativ einfach mit einer solchen Tour starten kann und das benötigte Equipment gestellt wird. Der Vorteil von Schneeschuhwanderungen gegenüber anderen Wintersportarten wie etwa dem Snowboarden oder dem Ski Alpin liegen primär in der sehr kurzen Lernzeit für diese Sportart. Im Normalfall kann man bereits beim ersten Mal im Tiefschnee richtig loslegen und benötigt dafür keine teuren und langwierigen Kurse. Dennoch wird das Schneeschuhwandern nie langweilig!
Auch das Equipment beim Schneeschuhwandern ist im Gegensatz zur Ausrüstung bei anderen Wintersportaktivitäten relativ preiswert zu bekommen. Für die grundlegende Ausrüstung benötigt man vor allem die passenden Schneeschuhe sowie eine wintersporttaugliche Bekleidung (wasserdichte, gut isolierte Hose) und wasserdichte Schuhe (z.B. Wanderschuhe). Mit dieser minimalen Ausrüstung kann es dann auch schon losgehen. Neben den genannten Ausrüstungsgegenständen können Gamaschen sowie Teleskopstöcke eine sinnvolle Ergänzung sein. In den meisten Skiorten gibt es die Möglichkeit das benötigte Equipment auszuleihen.
Wanderungen mit den Schneeschuhen kann man bei einer ausreichenden Schneesituation fast immer machen, man ist nicht von irgendwelchen Liften oder Pisten abhängig, sondern kann unabhängig davon einfach in das Gelände aufbrechen. Man kann sowohl in der Gruppe, bei einer geführten Tour oder auch alle eine Tour absolvieren. Konditionell sollte man vor allem als Anfänger eine solche Tour aber nicht unterschätzen – da das Fortkommen im Schnee doch gewissen Kraftreserven relativ schnell aufzehrt sollte man zunächst mit evtl. mit  einer kleineren Route den Einstieg in diesen Sport finden. Zudem sollte man auch die Gefahren beim Schneeschuhwandern nicht unterschätzen – dazu aber später mehr.
Für Einsteiger lohnt es sich am Anfang zunächst einer Gruppe anzuschließen. So kann man sich relativ schnell darüber klar werden, ob dieser Sport etwas für einen ist, oder ob man evtl. doch lieber bei konventionellen Wintersportarten bleiben will. In vielen Skigebieten werden mittlerweile solche geführte Touren angeboten. Bei dieser Gelegenheit kann man dann auch noch gleich die offenen Fragen mit dem Begleiter klären. Zudem kann man hilfreiche Tipps kennen lernen.
Die größten Gefahren beim Schneeschuhwandern lauern in dem Gelände in dem man aktiv ist. Ziel von vielen Schneeschuhwanderern ist möglichst schnell von den etablierten Routen in den Tiefschnee zu gelangen um dann dort einsam seine Spuren in den unberührten Schnee ziehen zu können, doch in genau diesem Gelände lauern auch die meisten Gefahren beim Schneeschuhwandern. Ohne die relevanten Ortskenntnisse kann man schnell in lawinengefährdete Gebiete kommen und sich so bei einer evtl. relativ einfachen Wanderungen doch schon relativen Gefahren auszusetzen. Sobald man also freigegebene und empfohlene Wanderwege mit den Schneeschuhen verlässt sollte man sich Gedanken darüber machen ob es evtl. nicht sicherer ist eine LVS Ausrüstung mitzuführen. Sollte es dann zu einem Lawinenabgang kommen kann man mit dieser Ausrüstung relativ schnell Hilfe organisieren. Deshalb gilt zu beachten, dass man sich insbesondere als Anfänger nicht einfach drauf loswandern sollte, sondern sich über die Schneelage, das Wetter etc. informieren sollte.
Schneeschuhwandern ist auf alle Fälle ein wunderschöner Wintersport, der sehr viel Spaß macht!