Rückruf von Edelrid Klettersteig-Sets

Nach einem schweren Unglück auf einem Klettersteig ruft Hersteller Edelrid eine ganze Reihe seiner Modelle vom Markt zurück und empfiehlt dringlich diese nicht mehr einzusetzen..

Bei den Klettersteig Set werden die Karabineräste ersetzt. Für den Fall, dass andere Bauteile nicht mehr den Anforderungen für Persönliche Schutzausrüstung entsprechen (z.B. Funktionseinschränkung durch nicht gewartete und nicht geölte Karabiner), werden diese ausgetauscht.

Folgende Modelle sind vom Umtausch betroffen:

Cable Comfort
Cable Lite
Cable Kit 4.0
Cable Comfort 2.0
Cable Lite 2.0
Brenta Comfort
Cable Kit Xtra-Light Schuster

Weitere Informationen unter:
http://www.edelrid.de/recall/

Neuer Klettersteig in Kaprun – Die Klettersteige Limberg Zwerg, Mooser Mandl Steig und Hexenbuckel führen auf die Höhenburg

Gleich drei neue Klettersteige führen in unterschiedlichen Schwierigkeitssbereichen auf den Gipfel der Höhenburg. Sowohl für Klettersteigeinsteiger als auch für geübte und ambitionierte Klettersteigexperten bietet der Steig somit das passende Profil um einen schönen Tourtag zu erleben.

Die Klettersteige lassen sich alle in rund einer 1h pro Steig besteigen. Es können so an einem Tag auch mehrere Varianten begangen werden und so kann man sich langsam als Einsteiger an sein Niveau heran gewöhnen.

Der Steig Limberg Zwerg hat mit der Schlüsselstelle Zwergenleiter eine C-Schlüsselstelle, der weitere Verlauf des Steigs ist im unteren Schwierigkeitsbereich.

  • Steiglänge 50 Meter
  • Dauer 15 Minuten
  • Schwierigkeit: B/C

In einem mittleren Schwierigkeitsbereich befindet sich der Mooser Mandl der sowohl der für geübte Bergsportler das passende Anforderungsprofil stellt und anspruchsvoller ist als der Einsteiger Klettersteig Limberg Zwerg.

  • Steiglänge 110 Meter
  • Dauer 30 Minuten
  • Schwierigkeit: C

 
Für Experten und geübter Klettersteiggeher empfiehlt sich die Hexenbuckel Variante mit deutlich anspruchsvollerem Profil und eine Schlüsselstelle im E-Bereich sollte er nur von Bergsportler begangenen werden die ausreichend Erfahrung auf Steigen haben und sowohl konditionell als auch krafttechnisch sich einen solchen Akt zutrauen.

  • Steiglänge 100 Meter
  • Dauer 30 Minuten
  • Schwierigkeit: E

 
Der Abstieg in allen drei Varianten erfolgt über den Wanderweg auf der Rückseite (Höhenburg-Wanderweg). Wer nach dem Klettersteig noch mehr Lust auf das Klettern kann sich im Klettergarten am Ausstieg des Klettersteigs weiter auspowern.
Das Schöne am neuen Klettersteiggebiet in Kaprun ist, dass man gemeinsam in einer Gruppe den Tag in Angriff nehmen kann und dann je nach individuellem Profil die für sich passende Variante auswählen kann. Auch landschaftlich ist die Gegend sehr sehenswert und bietet mit ihren Stauseen wunderschöne Panoramen und verbindet somit Genusswandern mit Sportlichkeit.
Geführte Klettersteigtouren
Für alle Einsteiger in das Klettersteiggehen bietet der VERBUND in Zusammenarbeit mit dem Bergführer Markus Hirnböck von der Schi-Alpinschule Maria Alm wöchentlich am Mittwoch ab 9:30 Uhr geführte Klettersteigtouren mit anschließendem Klettern im Klettergarten inkl. Leihmaterial an.

Attersee Klettersteig – neuer Klettersteig im Salzkammergut

Am Attersee (im Salzkammergut) wird in den kommenden Wochen ein neuer Klettersteig eröffnet. Aktuell laufen noch die letzten Vorbereitungsarbeiten aber schon in den kommenden Wochen wird der neue Klettersteig offiziell eröffnet. Ab dann kann jeweils von März bis Oktober der Steig begangen werden.

Der Steig verläuft größtenteils im mäßigen Schwierigkeitsbereich B/C weißt aber auch einige schwierigere Passagen im C/D Bereich auf und hat als Herausforderung eine D Stelle im petto (kleiner Überhang). Der Steig überwindet vom Ausgangspunkt bis zum Ausstieg rund 600 Höhenmeter. Für die Tour ist mit einer Zeitdauer von rund 3,5h zu rechnen – was allerdings stark davon abhängt wie frequentiert der Steig ist und wie geübt man ist. Für den Zustieg und Abstieg sollte man nochmals rund 2h in Summe einplanen, wobei man für den Zustieg lediglich mit einer knappen halben Stunde kalkulieren muss.

Der Klettersteig ist vom Profil recht anspruchsvoll uns sollte daher vor allem von erfahrenen Klettersteiggehern in Betracht gezogen werden. Weniger die Schwierigkeit wie vielmehr die Länge zeren doch schnell an den Kräften.

Vor allem die Länge mit rund 1200 Klettermetern verlangen dem Körper doch einiges an Kondition und Durchhaltevermögen ab. Für weniger erfahrene Klettersteiggeher empfiehlt sich eher ein Besuch des Klettersteigs Drachenwand.

Ausgangspunkt für den Klettersteig ist das Örtchen Weißenbach am Ufer des Attersees, vom dort gelegenen Wanderparkplatz startet der Aufstieg zum Einstieg. Man folgt vom Parkplatz zunächst dem Nikoloweg und zweigt dann steil (Ausschilderung) zum Einstieg hinauf.

Klettersteig in der Nähe von Arco: Via ferrata Ernesto Che Guevara (Gardasee)

Verbringt man ein paar Urlaubstage in Arco (nördlich vom Gardasee) dann kommen auch Klettersteigliebhaber auf ihre Kosten.
Will man einen langen und anspruchsvollen Klettersteig unternehmen, dann ist der Via ferrata Che Guevara zu empfehlen.
Von Vorneweg aber schon einmal: Dieser Klettersteig eignet sich nur für Klettersteiger mit einer guten Kondition, da der Steig extrem lang ist. Zudem sollte man keine Probleme mit der Hitze haben, da der Steig zu weiten Teilen in der prallen Sonne ist.

Nun zu den Fakten: Man sollte für den Zustieg, den Klettersteig und den Abstieg ca. 8 Stunden einplanen. Insgesamt werden rund 1.400 Höhenmeter bewältigt. Der Klettersteig Ernesto Che Guevara ist in der Kategorie C angesiedelt.
Startpunkt für den Klettersteig ist Pietramurata (ca. 20 Minuten Autofahrt von Arco entfernt). Von Arco kommend fährt man durch Pietramurata fast gänzlich hindurch und biegt Richtung Steinbruch ab. Hier ist sowohl ein Wanderparkplatz als auch der Klettersteig schon ausgeschildert.
Der Beginn des Klettersteigs führt durch ein sehr schmalen Weg links am Steinbruch vorbei (Schilder sind in regelmäßigen Abständen angebracht). Als wir den Klettersteig begangen sind, war dieser Weg sehr verwuchert, also nicht an dem Weg zweifeln 🙂

Relativ schnell geht der Zustieg auch schon ziemlich bergauf und auch schon in der guten halben Stunde Zustieg macht man einige Höhenmeter gut.
Kurz nach dem Einsteig in den Klettersteig geht es an einer Rinne entlang erst einmal ein paar Höhenmeter hinunter und man kommt schon an eine erste B/C Stelle, in der es steil an etwas glatten Fels hochgeht. Insgesamt ist der Klettersteig schön angelegt und der Klettersteigbegeher ist dazu angehalten, den Fels mitzubenutzen (d.h. es sind nicht ständig Tritte etc. angebracht). Der Felsen ist aber meist griffig und bietet ausreichend Möglichkeiten zum Halten. Nach einem etwas flacheren A und B-Teil folgt eine flacher Querung (ohne Sicherung) – hier hat man Zeit etwas durchzuatmen. Der Klettersteig führt weiter mit A, AB und B-Abschnitten hinauf, durchgängig gibt es immer wieder die Möglichkeit eine kurze Rast einzulegen, allerdings sind Schattenplätze eher Mangelware. Auf ca, 905 HM kommt die nächste B/C-Stelle bis zur nächsten lagen Querung sind noch B-Abschnitte zu bewältigen. Hier ist dann das Gipfelbuch angesiedelt, aber davon nicht täuschen lassen es sind noch einige Höhenmeter zu bewältigen bevor man den Gipfel erreicht!
Bei leichtem Gelände geht es weiter Richtung Gipfel, es ist noch eine lange Geröllrinne zu durchsteigen (Sicherungsseil vorhanden). Bevor noch einmal ein steiler B/C und sogar C-Abschnitt fast am Ende des Klettersteiges zu bewältigen sind. In flachem Gelände geht es noch weiter bergauf (keine Sicherung mehr vorhanden, aber auch nicht nötig) bis man (endlich!) das Ende des Klettersteiges auf einer ebenes Wiesenfläche. Noch einige Meter hinauf kann man das Gipfelkreuz des Monte Casale (ca. 1630m) bewundern.

Für den Abstieg kann man entweder den Weg 427 oder 426 wählen. Wir haben uns für den anscheinend weniger heiklen Weg 426 entschieden und eine gut 3-stündige, durchgehend bergabführende Wanderung meist durch den Wald hat uns erwartet. Um ehrlich zu sein, war dieser Abstieg wahrlich kein Vergnügen. Der Weg war an vielen Stellen steil und nicht sehr abwechslungsreich. Zudem sollte man beachten, dass kurz vor Sachre die Schnellstraße überquert werden muss (an dieser Stelle war die Wegausschilderung irrefürend). Weiterhin sollte man bedenken, dass es auf dem gesamten Rückweg keine Möglichkeit gibt, Wasser, erc. Nachzufüllen, das sollte man möglich bereits auf dem Gipfel beim Rifugio Don Zio tun (wenn geöffnet).

Fazit: Der Klettersteig an sich ist durch seine Länge eine echte Herausforderung und sehr schön. Man wird mit einer tollen Aussicht und tollen Klettersteigpassagen belohnt. Zudem ist durch die Länge der Klettersteig eher wenig bewandert (zumindest in unserem Fall). Der Abstieg beträgt aber auch 3 Stunden.
Tipp: Genug Verpflegung und vor allem Trinken einpacken – Sonnencreme kann auch nicht schaden!

Neuer Klettersteig in Leukerbad – Erlebnisklettersteig Gemmi

In Leukerbad gibt es seit neuestem einen neuen Klettersteig der im Gegensatz zu bereits etablierten Klettersteigen noch einiges mehr an Action und Spaß bieten will. Neben den klassischen Elementen eines Klettersteigs haben die Erbauer versucht noch Elemente aus dem Hochseilgartenbereich zu integrieren. Für den extra Nervenkitzel sorgen unter anderem die 65 m lange Seilbrücke und die 540° Drehleiter.

Insgesamt wurden im neuen Klettersteig Sicherungen über eine Länge von rund 800m verbaut. Von der Bergstation der Gemmi-Bahnen  gelangt man in 2-3 Minuten Gehminuten zum Einstieg des neuen Klettersteigs. Wer den Erlebnisklettersteig Gemmi gerne absolvieren will muss mit einer Dauer von rund 2-3h rechnen.

Der Klettersteig beginnt sofort mit der spektakulären 65m langen Seilbrücke, im Anschluss geht es über Gustis Corner weiter zum Woody Pecker. Im Anschluss folgen die Elemente Trapez, Stairway to heaven und Spyderman. Vor dem Ausstieg folgen uups, lean out und die easy bridge. Der Rückweg vom Ausstieg zum Startpunkt geht über einen Wanderweg.

Der Erlebnisklettersteig eignet sich ausschließlich für schwindelfreie und geübte Berggänger, die Begehung erfolgt auf eigenes Risiko. Die Begehung der neuen Klettersteiges ist gratis, allerdings freut sich der Betreiber über eine Spende, um die laufenden Kosten decken zu können. Für den Klettersteig benötigt man das übliche Klettersteigequipment wie Gurt, Helm und ein Klettersteigset.

Wer den aktiven Klettersteiggeher bei ihrem Abenteuer lieber zu sehen will für den ist der ideale Aussichtspunkt die neue Aussichtsplattform auf dem Gemmipass von der aus man einen schönen Blick auf den Steig hat.

Wer in Leukerbad noch weitere Klettersteige absolvieren will für den gibt es im Wallis noch weitere Möglichkeiten u.a. den längsten Klettersteig der Schweiz der rund 1000 Höhemeter überwindet und für den man rund 8h rechnen muss. Ziel ist der Gipfel des Daubenhorns (2941 m ü.M.).

Neuer Klettersteig „Katrin“ in Bad Ischl

Für Klettersteigfans gibt es ab sofort einen Grund mehr nach in den Kurort Bad Ischl im Salzkammergut zu fahren. Ende dieser Woche soll der neue Klettersteig Katrin offiziell eröffnet werden. Der neue Klettersteig der Kategorie B soll rund 300m lang sein und den Bad Ischler Hausberg Katrin mit mehr leben füllen.  Der Steig ist aufgrund seiner relativ niedrigen Schwierigkeit auch für Familien und Einsteiger in dem Klettersteigsport geeignet.
 
Der Steig endet direkt am Gipfelkreuz der Katrin und bietet darüber hinaus beeindruckende landschaftliche Panoramen auf den Wolfgangsee und den Traunsee.
 
Neben dem neuen Klettersteig sind auf dem Hausberg Katrin sind in den kommenden Jahren noch weitere Investitionen geplant. Zum einen ist die Etablierung eines Rundwanderweges geplant zum anderen wurde mit Planungen für eine neue Downhillstrecke begonnen. Die drei neuen Outdoorattraktionen sollen dazu dienen, dass die Attraktivität des Berges im Sommer weiter zu nimmt und die Auslastung der Katrin-Seilbahn zunimmt.

Der neue Klettersteig lässt sich auch gut mit anderen längeren Klettersteigtouren im Salzkammergut kombinieren.

Neuer Klettersteig Südsporn auf die Köllenspitze im Tannheimer Tal

Seit kurzem gibt es im Tannheimer Tal einen neuen Klettersteig. Der neue Klettersteig führt auf den höchsten den Tannheimer Berge – die Kellenspitze. Der neue Klettersteig Südsporn ist rund 750m lang und überwindet auf dem Weg zum Gipfel rund 380 Höhenmeter.
Für den Steig der Kategorie C bis D sollte man rund 2,5h Zeit einplanen.
Der Klettersteig ist tlw. sehr anspruchvoll. Die Verteilung die Schwierigkeiten ist ca. 20 Prozent D (Schüsselstellen), überwiegend im Bereich C (ausgesetzte Kletterei) und 10 Prozent im Bereich B.
Nach dem Gipfel kann man über eine anspruchsvolle Passage wieder absteigen. Hierzu ist es aber zwingend notwendig, dass man sich eine alpine Kletterei im zweiten Schwierigkeitgrad zutraut. Beim Abstieg kann man sich in den auf dem Wege liegenden Hütten (Tannheimer Hütte oder Gimpelhaus) stärken.
Der Gipfelblick von der 2.238 Meter hohen Köllenspitze entschädigt für den tlw. anstrengenden Aufstieg. Vom Gipfel aus ist es möglich bei guter Fernsicht bis zur Zugspitze zu sehen.
Mit dem neuen Steig sind mittlerweile drei Klettersteige im Tannheimer Tal vorhanden die alle im ähnlichen Schwierigkeitenprofil angesiedelt sind und ist damit ein lohnenswertes Ziel für Fans der Via Ferrata.

  • Klettersteig Lachenspitz Nordwand
    Schwierigkeitsgrad C
  • Friedberger Klettersteig
    Schwierigkeitsgrad C

Daten zum Klettersteig:
Schwierigkeitsgrad C
Länge: 750 m
Höhenunterschied: 375 m
Kletterzeit: ca. 2,5 Stunden
Abstieg über den Normalweg

Ausrüstung:
Helm, Sitzgurt, Klettersteigset, Handschuhe, Kletterschuhe oder feste Bergschuhe, alpine Kleidung

Fruttli-Steig – Neuer Klettersteig beim Bonistock

In diesem Sommer eröffnet ein neuer Klettersteig seine Pforten in der Schweizer Ferienregion Melchsee Frutt. Der Klettersteig Fruttli Steig ist ein kurzer Steig der sich auch ideal für Einsteiger eignet.

Der von leichter bis mittlerer Schwierigkeit klassifizierte Steig legt vom Einstieg zum Ausstieg ca. eine Strecke von 60m Höhenmeter zurück. Den Einstieg findet man ca 20 min Gehminuten auf dem Chlingen Bergweg entfernt vom Panoramalift am Melchsee. Endpunkt des Steiges ist das Berghotel Bonistock, wo man sich nach getaner Anstrengung entspannen kann.

Während des Kletterns durchsteigt man das Bonistock-Massivs.

Mit folgenden Zeiten ist zu rechnen:
20 Min. bis zum Zustieg
30 Min. für den Aufstieg im Klettersteig
15 Min. für den Abstieg

Klettersteig Sets für den Steig können an der Bergstation Melchsee-Frutt geliehen werden. Die Gebühr für einen halben Tag beträgt 10 Franken, für einen ganzen Tag 15 Franken.

Diavolo – Klettersteig am Granitfelsen von Andermatt

Wer gerne einen Klettersteig in der Schweiz absolvieren will für den empfiehlt sich der Diavolo Klettersteig in der Nähe von Andermatt in der Schweiz. Der leichte Klettersteig ist ideal für alle Einsteiger und

für Familien mit Kindern geeignet und liegt dennoch landschaftlich sehr schön und bietet wunderbare Panoramen und Tiefblicke.

Startpunkt für den Klettersteig ist ein Wanderparkplatz vor Andermatt. Von diesem Wanderparkplatz geht man hinüber zum Einstieg der direkt nach dem Suworow Denkmal (welches man von weitem sieht) beginnt. Die Stahlseile zu Sicherung beginnen unmittelbar nach dem Denkmal. Der Steig beginnt mit einer ersten Prüfstelle, so dass man schon dort prüfen kann, ob man den weiteren Herausforderungen des Diavolo Steigs gewachsen ist. Über ein Querband geht es anschließend kontinuierlich dem Gipfel an den Granitwänden empor, über eine Sitzbank und eine weitere Leiter erreicht man dann schließlich den Gipfel. Der Steig ist durchgehend mit rund 700m Stahlseil gesichert, 350 zusätzliche Tritte ermöglichen einen komfortablen Aufstieg. Technisch ist der Steig auch für Einsteiger gut zu absolvieren, allerdings sollte man ein Mindestmaß an Schwindelfreiheit besitzen und Tiefblicke nicht scheuen. Der Klettersteig ist vor allem auch bei Familien mit Kindern sehr beliebt, was die Wartezeiten im Steig doch schnell erhöhen kann. Es gibt immer wieder Stellen zum Überholen, dennoch sollte man die eine oder andere Wartepause im Diavolo sicherheitshalber einkalkulieren.

Auf dem Steig kann es immer wieder zu nassen Stellen kommen, welche die Rutschgefahr ein wenig erhöhen, dennoch lässt sich der Steig sehr gut absolvieren.

Insgesamt legt man auf dem Weg zum Gipfel (Tüfelstalboden, 1860 m) rund 450 Höhenmeter in der Wand zurück. Der Abstieg erfolgt über einen Wanderweg. Zunächst geht es vom Ausstieg weiter nach oben, um dann anschließend in sehr lang gezogenen Serpentinen wieder hinab nach Andermatt zu wandern. Vor dort geht durch einen Tunnel zurück zum Wanderparkplatz am Einstieg. Für den Auf- und Abstieg sollte man mit ca. 2,5-3 Stunden rechnen (ca. 90min Aufstieg und 70min Abstieg).

Der Steig eignet sich durch seine Lage direkt hinter dem Gotthardtunnel ideal als Zwischenstopp auf der Fahrt in den Urlaub im Süden, auch mit der Bahn ist der Steig sehr gut zu erreichen. Für den Steig sollte man über ein entsprechendes Klettersteig Set, einen Hüftgurt sowie über einen Kletterhelm verfügen, falls notwendig lassen sich diese Utensilien in Andermatt ausleihen.

Klettersteig in Gargellen – Rongg Wasserfall kurzer Klettersteig

In Gargellen gibt es mehrere Klettersteig-Möglichkeiten: Entweder man nimmt einen der kürzeren sogenannten „Übungsklettersteige“ – die man ohne Probleme vom Dorfzentrum aus erreichen kann – oder man entscheidet sich für den Klettersteig “Vaude Schmugglersteig” über die Gargellener Köpfe.

Eine Übersicht über die Klettersteige sowie eine kurze Beschreibung sind im Tourismusbüro Gargellen erhältlich.

Wir haben uns für den Klettersteig “Rongg Wasserfall”entschieden: Von dem verwendeten Begriff “Übungsklettersteig” würde ich allerdings Abstand nehmen – Klar ist der Klettersteig kurz dennoch hat er es bis zu einem Schwierigkeitsgrad C und mit knackigen Anstiegen in sich.

Aber nun von vorne:
Man erreicht den Klettersteig gut zu Fuß vom Dorfzentrum aus – hier sollte man einfach der Beschilderung zur Alpe Rongg folgen – nach etwa 20 Minuten kommt man am Fuße des Klettersteigs an. Auch wenn es sich um einen kurzen Klettersteig handelt, sollte man die komplette Ausrüstung (Helm, Gurt, Klettersteigset, Gutes Schuhwerk) dabei haben und auch über Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen. Gleich zu Beginn muss man eine kurze Seilbrücke queren und von da ab, geht es eigentlich steil bergauf. Der höchste Punkt beträgt hier etwas 55 Meter. Der Steig ist durchgehend mit Tritten und Stahlseilen versehen – das macht auch schon deutlich, dass es der Steig doch auch in sich hat. (Das liegt natürlich auch immer im Auge des Betrachters – aber mit der Bezeichnung “Übungsklettersteig” und Beschilderung A-C, habe ich ehrlich gesagt eine etwas leichtere Route erwartet). Insgesamt überwindet man mit diesem Klettersteig etwas 100 Höhenmeter (Einstiegshöhe: 1450 Meter – Ausstiegshöhe: 1550 Meter).

Auf dem Klettersteig wird man allerdings mit einem tollen Blick und wunderschöner Natur belohnt – es ist auf jeden Fall ein sehr schöner Steig. Der Klettersteig “Rongg Wasserfall” verläuft dem Verlauf der Ronggbachschlucht.

Wenn man den Steig ohne Stau passieren kann und zackig unterwegs ist, kann man den Steig bereits nach 30 Minuten durchqueren – dies kann allerdings auch bis zu einer Stunde dauern.

Als Rückweg kann man entweder den Weg durch den Steig oder einen angrenzen Wanderweg Richtung Dorfzentrum nehmen. Wer allerdings gerne noch etwas länger unterwegs ist, kann nun in eine schöne Wanderung übergehen.