Testbericht: Berghaus – Furnace III Down Jacket

Egal ob auf anspruchsvollen Hoch- oder Wintertouren oder auch bei einfachen Winteraktivitäten: Kleidung welche gut vor der Kälte isoliert und den Körper wärmt hält, ist bei viele Outdooraktivitäten essentiell. Grundsätzlich gibt es verschieden Materialien und Jacken die für den Kälteschutz gemacht sind wie bspw. Fleecejacken oder auch tlw. Softshelljacken. Jedoch kommen diese Materialien bei extrem kalter Witterung immer wieder an ihre Grenzen und dann helfen vor allem Daunenjacken.

Wir haben uns die Berghaus – Furnace III Down Jacket – Daunenjacke einmal genauer angeschaut und die Jacke getestet. Optisch entspricht die Jacke den Erwartungen an eine Daunenjacke. Charakteristische Trennnähte für die Daunenkammern kennzeichnen die
Jacken. Allerdings ist die Jacke für eine Daunenjacke recht dünn.

Gefüttert ist die Jacke mit Gänsedaunen (90/10; Bauschkraft 700 cuin), welche bekannt ist für ihre äußert guten Isolationswerten die in Tests meist deutlich besser abschneiden wie vergleichbare synthetische Daunen. Zusätzlichen Schutz bietet das robuste Außengewebe, welches es erlaubt die Jacke auch bei schlechter Witterung mit Wind und leichtem Schnee
zu tragen.

Besonderes Highlight der Jackenkonzeption ist, dass sie bestmöglich isoliert und je nach Körperregion mit unterschiedlicher Isolationsdicke punktet und somit einen Kompromiss zwischen Lüftung und Wäremschutz bietet. Das so genannte Body-Mapping-Prinzip bestimmt hierbei an welchen Körperteilen besonders viel Isolation und an welchen eher weniger Schutz notwendig ist umso einen idealen Trade Off zwischen Gewicht und Schutz zu gewährleisten. So ist die Jacke unter den Armen weniger gefüttert wie an anderen Stellen.

Bei sehr geringem Gewicht und sehr gutem Packmaß, lässt sich die Jacke bestens im Rucksack verstauen und kann somit auf alle Touren mitgenommen werden. Aufgrund des relativ dünnen Materials lässt sich die Jacke auch unter eine Hardshell anziehen und so lassen sich Isolation und Wetterschutz ideal miteinander kombinieren. Im Test hat sich die Jacke sehr gut beweisen können. Die Jacke hält richtig warm und bietet sehr guten Schutz. Das Verhältnis von Gewicht zum Wärmeschutz ist aus meiner Erfahrung deutlich besser wie bspw. Bei einer Fleecejacke. Bei relativ moderaten Temperaturen ist die Jacke sicherlich zu warm, aber bei längeren Pausen, oder auch wenn im Winter die Temperaturen noch deutlich niedriger sind wird der Einsatz der Jacke sicherlich noch wesentlich wertvoller.
Der Schnitt der Jacke ist relativ eng, so dass die Jacke auch unter Hardshells getragen werden kann, durch die sehr dünne Auflage ist das auch problemlos möglich. Allerdings sollte man im Größengrenzbereich das berücksichtigen und evtl. zur größeren Jacke tendieren. Insgesamt ist die Passform aber äußerst bequem.
Die technische Isolationsjacke ist für all diejenigen geeignet die auch bei kalter Witterung aktiv sein wollen und aus unserer Sicht sehr zu empfehlen. Sicherlich sind die Einsatzszenarien begrenzt, aber bei extremer Witterung und Kälte ist man sehr dankbar über genauso eine Jacke. Preislich liegt die Jacke bei rund 250 Euro und ist sicherlich ihr Geld wert.