Santa Cruz Trek – Huaraz / Peru
Blick ins Santa Cruz Tal Trekking in den Anden
Während unserer Perureise haben wir uns – wie viele andere Perureisende auch – entschieden auch Huaraz anzusteuern um von dort die wunderschöne Cordillera Blanco und Negra zu erkunden.
Huaraz eignet sich sehr gut als Startpunkt für jegliche Touren in die Berge, da man sich hier sowohl mit Equipment (sowohl nötiges Trekking- bzw. Bergsteiger- Kletterequipment als auch Lebensmittel) versorgen kann als auch viele Informationen zu den möglichen Touren sammeln kann – sei es bei Travel agencies oder auch bei öffentlichen Touristeninformationen.
Schon vor Ankunft in Huaraz haben wir uns entschieden den viertägigen Santa Cruz Trek zu machen, der wohl zweitbeliebteste Trek in Peru (nach dem Inkatrail). Unser Vorhaben den Trek alleine und abhängig zu machen, haben wir allerdings verworfen, da uns mitgeteilt wurde, dass man den Nationalpark nicht ohne lokalen Guide betreten darf. Im Nachhinein kann man sagen, dass es zwar offiziell nicht gestattet ist, aber ohne Probleme möglich gewesen wäre. Wir waren Anfang Mai 2011 in Huaraz und inwiefern sich diese Regelung ändert oder auch während der Hochsaison überprüft wird, kann ich leider nicht sagen.
Grundsätzlich kann man den Trek in 2 Richtungen machen.
Auf der Suche nach einem Anbieter für diese Trekkingtour hat man in Huaraz unzählige Angebote, die sich meist auch vom Angebot nicht sehr unterscheiden – wir haben uns schließlich für die Agentur Galaxy Expeditions entschieden und 100 US Dollar pro Person für den 4-tägigen Trek gezahlt (inkl. Transport, Guide, Koch, Essen). Da wir unsere Ausrüstung selber dabei hatten (Zelt, etc.) und auch unser Gepäck selbst getragen haben konnten wir den Preis etwas runterhandeln.
Startpunkt war um 7 Uhr morgens mit einem Kleintransporter ging es dann ca. 3-4 Stunden zum Startpunkt. Hier wurde dann erst einmal das Gepäck und Equipment auf die Esel geladen und der Trek konnte beginnen. Die erste Tagesetappe ist relativ kurz und dauert lediglich 3 Stunden und beginnt auch sehr moderat. Die Natur und die Aussicht sind allerdings schon jetzt sehr beeindruckend und schön.
Ein Zeltplatz wird schnell gefunden und die Zelte werden aufgebaut und bald gibt es auch schon Abendessen. Die Nächte sind während des gesamten Treks sehr kalt und man sollte deshalb einen guten Schlafsack und evtl. auch mehrere Kleidungsschichten dabei haben.
Der 2. Trekkingtag sieht den höchsten Punkt des Treks vor – hier wird folglich der Punta Union (4750 m) Pass überquert. Man startet früh und nach einer Frühstücksstärkung geht es auch schon los – heute geht es viel bergauf – die Gruppe wird ziemlich auseinandergezogen und jeder geht in seinem Tempo. Natürlich bekommt man sowohl die Höhe als auch die Kälte zu spüren. Dennoch lohnt sich die ganze Anstrengung auf jeden Fall, das Gefühl am Pass ist wirklich toll und auch die Aussicht ist beeindruckend. Nun heißt es bergab bis zu unserem nächsten Camp.
Am 3. Trekkingtag hat man die Möglichkeit einen ca. 3-stündigen Abstecher zum Basecamp des Alpamayo und zu einer Lagune zu machen. Dieser Abstecher ist auf jeden Fall lohnenswert! Weiter geht es durch flaches Gelände durch wunderschöne Natur, Kuhweiden, etc. Auch wenn das Gelände heute nicht anstrengend ist, so ist man doch viele Stunden unterwegs bis wir das letzte Camp des Treks erreichen. Auch den letzten Abend verbringen wir alle zusammen im Esszelt und zum Abschluss gibt es auch heißen Tee mit Rum.
Die letzte Etappe ist sehr kurz und mit dem Transport zurück nach Huaraz erreicht man am Nachmittag Huaraz,
Der Santa Cruz Trek ist rund 36km lang und kann auch in 3 Tagen bewältigt werden. Der Trek ist wunderschön mit tollen Aussichten auf hohe Berge (Alpayamo) und das Santa Cruz Tal. Die Route ist sehr abwechslungsreich, allerdings mit wenigen Schwierigkeiten versehen. Über eine gute Kondition und Akklimatisierung sollte man dennoch verfügen.
Wenn möglich sollte man allerdings der Hochsaison ausweichen. Wir haben den Trek Anfang Mai gemacht und es waren noch wenige Trekker unterwegs, in der Hochsaison ist der Santa Cruz Trek allerdings oft etwas überlaufen.
Diskussion zu diesem Beitrag
Andre antwortet am 02.01.2012 um 23:53
VersorgungHallo!Wir haben vor, im September 2012 nach Peru zu reisen. Dieser Trek klingt wirklich wunderbar. Wenn man die Wanderung ohne gebuchte Tour macht ... gibt es unterwegs Möglichkeiten an Trinkwasser zu kommen? Oder muss man das für alle Tage dabei haben? Man bräuchte ja auch Wasser zum Kochen etc. Liebe Grüße, Andre |

Andre antwortet am 02.01.2012 um 23:53
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Versorgung
Die Versorgung mit Wasser sollte eigentlich kein Problem sein. Wenn ich mich richtig erinnere gibt es fast an jedem Zeltplatz auch direkt ein Fluß in der Nähe andem man die Wasserresevern auffüllen kann. Dann sollte man allerdings das Wasser abkochen, oder mit einem Wasserfilter arbeiten.Möglichkeiten etwas zu kaufen gibt es nur direkt am Start- und am Endpunkt des Treks. Dazwischen gibt es keine Möglichkeiten.
Der Trek ist in der Tat sehr schön, bei weiteren Fragen einfach melden!