E.O.F.T. 2011/2012 European Outdoor Film Tour

Die European Outdoor Film Tour (kurz E.O.F.T.) ist mit ihrem 2011/2012 Programm ab 08. Oktober wieder in Europa unterwegs.

Die jährlich stattfindende E.O.F.T. gilt als eines der größten Filmevents der Outdoorszene Europas und zeigt dem outdoorbegeisiterten Publikum immer mehrere tolle Filme aus der Outdoorszene.
Meist stehen Extermsportarten oder extreme Leistungen von Outdoorsportlern (kletterer, Mountainbiker, Base-Jumper, Skifahrer, Bergsteiger, Kajakfahrer etc.) im Mittelpunkt der Filme.

Die Tour 2011 / 2012 startet am 08. Oktober und geht bis ca. Mitte Dezember und tourt wie gewohnt durch mehr als 100 Städe Europas.

Für dieses Jahr ist wieder ein 2-stündiges Programm angesagt mit folgenden Filmen:

– Baffin Babes: 4 Mädels auf einer Skiexpedition in der kanadischen arktischen Eiswüste: 80 Tage, und rund 1.200 Kilometer.

– A female tale: Die beiden weltbekanntenund erfolgreichen Boulderinnen Anna Stöhr und Juliane Wurm versuchen sich mit der Hilfe von Lynn Hill (US-Kletterin) am Rissklettern.

– Dark Side of the lens: In diesem Film erlebt der Zuschauer das Surfen aus dem Winkel des Kamermanns Mickey Smith

– Cold: In Cold wird die Expedition der Extrembergsteiger Cory Richards, Simone Moro und Denis Urubko zum Gasherbrum II gezeig. Das Besondere an dieser Expediion: Es ware die erste Besteigung des 8.034 Meter hohen Gipfel im Winter und die erste Winterbesteigung eines Achttausender Gipfels im Karakorum-Gebirge.

– Kadoma: Eine Kajak-Expedition auf dem Lukuga River /Kongo), der zu den gefährlichsten Flüßen der Welt zählt….

– The Majestic Plastic Bag: Auf den Spuren einer Plastiktüte.

– Life Cycles: Auch das Mountainbiken und das Rad ist mit dem Film Life Cycles wieder am Start.

– This must be the one: Highlining von Paris bis zum Mont-Blanc-Massiv

– Being There: Freeskking in Fjordnorwegen

Ich hatte bereits mehrmals die Möglichkeit die E.O.F.T zu besuchen und war jedes Mal super.
Meine Empfehlung: Kümmert Euch rechtzeitig um Karten, denn die Karten sind oft schnell ausverkauft.

Neuer Schuh für Kajakfahrer von KEEN – Gorge-Kajakstiefel

Neuer Schuh für Kajakfahrer von Keen

Die KEEN inc aus Portland Oregon bietet ab sofort einen spezialisierte Schuh  für die Anforderungen von Kajakfahrern an. Der neue KEEN Schuh hat das Ziel Rundumschutz beim Paddel zu bieten.

Ziel des neuen Schuhs ist die optimale Verbindung von Grip und gute Wärmfähigkeiten beim Paddel auf kalten Flüssen sowie beim Aussteigen an rutschigen Uferstellen.. Der Gorge-Kajakstiefel von KEEN besteht aus 3mm dickem Neopren und ist am Knöchel zusätzlich für einen optimierten Halt verstärkt. Mit zwei Klettverschlüssen lassen sich die Schuhe verschließen,

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei rund 90 Euro für den Schuh. Der Schuh wird zunächst in der Farbvariante forest night/rust angeboten.

Gerlinde Kaltenbrunner besteigt erfolgeich den K2 Gipfel!

Nach mehreren Versuchen hat es Gerlinde Kaltenbrunner am 23. August geschafft und erfolgreich den K2 besteigen. Zusammen mit ihrer Bergkameraden hat Sie am frühen Abend unter sehr schweren Bedingungen den K2 erreicht. Auch die weiteren Aspiranten scheinen der Peak zu erreichen.

Für Kaltenbrunner ist der Gipfelerfolg der 14. Achttausender und sie ist damit die dritte Frau die dieses Ziel erreicht hat.

Base-Jumping

 
Ein neuer Extem- und Trendsport, der in den Medien auch immer präsenter wird ist das Base-Jumping, was man mit „Objekt-Springen“ ins Deutsche übersetzen kann.
Doch was bedeutet Base-Jumping eigentlich?
Der Begriff leitet sich aus den folgenden Begriffen ab:
B = Bulding
A = Antenna
S = Span
E = Earth
Und Jumping.
Folglich bedeutet der Begriff nichts anderes als das Springen von Gebäuden, Antennen / Sendemasten, Brücken, Bergen, Felsen, etc.
Dies stellt auch einen der Gegensätze zum Fallschirmspringen dar, da nicht aus einem Hubschrauber gesprungen wird sondern von einem „festen Objekt“.
Des Weiteren unterscheidet sich die Ausrüstung von einem Base-Jumper mit der Ausrüstung eines Fallschirmspringers. In den meisten Fällen springen Base-Jumper von einer sehr viel geringeren Höhe als Fallschirmspringer, deshalb ist das Zeitfenster zum Öffnen des Schirmes um einiges kürzer.
Eine weitere Möglichkeit des Base-Jumping kann mit den sog. Wingsuits erfolgen.
Beim Base-Jumping ist die Gefahr allgegenwärtig und aus diesem Grund ist intensives Training und auch viele Fallschirmsprünge vor dem ersten Base-Jump sehr wichtig – Experten sehen 2-3 Jahre Training und Vorbereitung vor dem ersten Base-Jump als realistisch an.

Wandern auf der Isla del Sol

Sollte man sich in Copacabana (auf der bolivanischen Seite des Titicacasees) aufhalten, ist ein Besuch auf der Sonneninsel (Isla del Sol) auf jeden Fall empfehlenswert.
Man kann dort sowohl einen Tagesausflug machen, und wenn man etwas mehr Zeit hat auch einen mehrtägigen Aufenthalt planen.
Da es sich beim Titicacasee um den höchstgelegenen schiffbare See der Welt handelt und der höchste Punkt der Isla del Soll auf über 4.000 Metern ist, sollte man sich schon gut akklimatisiert haben bevor man die Wanderung vornimmt.

Erst einmal ein paar Fakten zur Isla del SOl:

Die Isla del Sol ist knapp 10km lang (9,6km) und bis zu 6,4km breit und liegt ca. 20km nördlich von Capacabana.
Auf der Isla der Sol gibt es einige Inka-Ruinen zu sehen.

Die Insel erreicht man von Copacabana aus mit einem Boot. Neben einigen geführten Touren inkl. Bootsfahrt, kurze Führung und Besuch der Inka-Ruinen, kann man aber auch auf eigene Faust los.
Entweder bucht man hierfür lediglich die Fahrt per Charterboot oder benutzt das öffentliche Passagierboot. Die Fahrtzeit zum im nördlichen Teil der Insel gelegenen Cha’llapampa dauert ca. 2 Stunden.
Auf der Fahrt wurden wir dank des tollen Wetters schon mit toller AUssicht auf die Isla de la Luna und das die dahinter gelegene Cordillera Real belohnt.
Es ist empfehlenswert für die Inselwanderung bis nach Cha’llapampa zu fahren und die Rückfahrt nach Copacabana von Yumani aus zu starten.

In Cha’llapampa angekommen sollte man sich zuerst einmal Eintrittstickets für die Inka-Ruinen (15 Boliovanos pro Person) besorgen dann kann man über den Strand Richtung Ruinen starten.
Da wir zu den ersten gehörten die gleich nach dem Anlegen des Bootes gestartet sind und somit auch die Wanderung in Angriff genommen hatten konnten wir die Ruinen (Sonnetempel, Heilige Felsen, Ruinen von Chincana) noch ganz alleine genießen und sind dann auch noch auf dem im Norden gelegenen höchsten Punkt der Insel gewandert.
Von dort geht die Wanderung Richtung Südosen nach Yumani. Generell kann man zwischen 2 Wegen unterscheiden, wir haben uns für den etwas anstrengenderen Höhenweg entschieden.
Man sollte auf jeden Fall etwas Kleingeld dabeihaben, da man unterwegs immer etwas Wegzoll an die EInheimischen zahlen muss. Die Wanderung ist zwar anstrengend, aber landschaftlich sehr schön und man wird mit tollen AUssichten belohnt.
Der Weg ist gut markiert und eigentlich muss man sich immer Richtugn Südosten halten. In Yumani angekommen kann man dann nachmittags wieder per Boot zurück nach Copacabana.
Für die Wanderung sollte man ca. 4-5 Stunden einplanen. Neben gutem Sonnenschutz sollte man auch genügend Trinken einpacken. Je nach Jahreszeit und Saison gibt es unterwegs nicht die Möglichkeit etwas zu trinken zu kaufen.

Sollte man etwas mehr Zeit haben kann man auch eine Rundwanderung auf der Isla del Sol unternehmen, dafür sollte man alelrdings 2 Tage einplanen – entweder kann man eine Nacht in einem der kleinen Unterkünfte organisieren oder man zeltet an einem der scjönen Strände auf der Insel.

Cold – Film über die Besteigung eines 8000er im Winter

26 Jahre lang haben verschiedene Expedtionen vergeblich versucht einen 8000 er in Pakistan im Winter zu besteigen bis es schließlich den Bergsteigern Simone Moro, Denis Urubko und Cory Richards am 2 Februar 2011 gelang.
Der Film dokumentiert beeindruckend realistisch den Aufstieg zum Gipfel. Gefilmt wurde der Streifen von Cory selbst. Der Film steigt jetzt in die Festivals ein.

Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits starten zum Gipfelversuch am K2

Nach Angaben auf der Homepage von Gerlinde Kaltenbrunner hat das Warten nun ein Ende und Gerlinde Kaltenbrunner startet zusammen mit ihrem Partner Ralf Dujmovits zum Aufstieg auf den K2.

Der K2 ist der noch letzte fehlende Gipfel über 8000m für Gerlinde Kaltenbrunner, die damit die dritte Frau weltweit wäre die auf allen Gipfel gestanden hätte. Laut der aktuellen Prognose ist als Gipfeltag der 21. August im Visier. In den letzten Tagen hatte sich das Team nochmals im chinesischen Basislager von der Höhe ein wenig erholt und auf ein gutes Wetterfenster gewartet, dass es nun wohl in Sicht ist. Die Lagerkette für den Gipfelversuch wurde in den letzten Wochen am K2 etabliert.

Die Besteigung des K2 wäre der erste Gipfelerfolg an diesem Berg seit einigen Jahren. Beim letzten Versuch an diesem Berg im vergangenen Jahr verunglückte ein Bergkamerad tödlich woraufhin die Expedition abgebrochen wurde.

Neuer Klettersteig Südsporn auf die Köllenspitze im Tannheimer Tal

Seit kurzem gibt es im Tannheimer Tal einen neuen Klettersteig. Der neue Klettersteig führt auf den höchsten den Tannheimer Berge – die Kellenspitze. Der neue Klettersteig Südsporn ist rund 750m lang und überwindet auf dem Weg zum Gipfel rund 380 Höhenmeter.
Für den Steig der Kategorie C bis D sollte man rund 2,5h Zeit einplanen.
Der Klettersteig ist tlw. sehr anspruchvoll. Die Verteilung die Schwierigkeiten ist ca. 20 Prozent D (Schüsselstellen), überwiegend im Bereich C (ausgesetzte Kletterei) und 10 Prozent im Bereich B.
Nach dem Gipfel kann man über eine anspruchsvolle Passage wieder absteigen. Hierzu ist es aber zwingend notwendig, dass man sich eine alpine Kletterei im zweiten Schwierigkeitgrad zutraut. Beim Abstieg kann man sich in den auf dem Wege liegenden Hütten (Tannheimer Hütte oder Gimpelhaus) stärken.
Der Gipfelblick von der 2.238 Meter hohen Köllenspitze entschädigt für den tlw. anstrengenden Aufstieg. Vom Gipfel aus ist es möglich bei guter Fernsicht bis zur Zugspitze zu sehen.
Mit dem neuen Steig sind mittlerweile drei Klettersteige im Tannheimer Tal vorhanden die alle im ähnlichen Schwierigkeitenprofil angesiedelt sind und ist damit ein lohnenswertes Ziel für Fans der Via Ferrata.

  • Klettersteig Lachenspitz Nordwand
    Schwierigkeitsgrad C
  • Friedberger Klettersteig
    Schwierigkeitsgrad C

Daten zum Klettersteig:
Schwierigkeitsgrad C
Länge: 750 m
Höhenunterschied: 375 m
Kletterzeit: ca. 2,5 Stunden
Abstieg über den Normalweg

Ausrüstung:
Helm, Sitzgurt, Klettersteigset, Handschuhe, Kletterschuhe oder feste Bergschuhe, alpine Kleidung

Produktvorstellung: Alpha SL Hybrid Jacket von Arc’teryx

Das Unternehmen Arc‘teryx hat eine neue Jacke auf den Markt gebracht: Die
Alpha SL Hybrid Jacket. Wie der Name schon erkennen lässt, werden bei
dieser
Jacke 2 verschiedene Materialien kombiniert. In diesem Fall Gore-Tex
Paclite, das sich durch seine Leichtigkeit auszeichnet, und Gore-Tex Pro
Shell, das für Robustheit und Strapazierfähigkeit steht.
Gerade Stellen, die oft Reibung entsteht, sind mit diesem Dreilagen
Laminat
ausgestattet: Kapuze, Arme- und Schulterbereich. Der Vorteil liegt zum
einen
daran, dass die Jacke durch den Einsatz des Gore-Tex Paclite leicht ist
(~360 Gramm) und über ein geringes Packmaß verfügt, zum anderen aber auch
durch den Einsatz von Gore.Tex Pro Shell wetterfest und robust ist. Zudem
verfügt die Jacke über eine hohe Atmungsaktivität und einlaminierten
Zips.

Salar de Uyuni – Geländewagentrip durch den Süden Boliviens

Das Salar die Uyuni im Süden von Bolivien ist eine der Sehenswürdigkeiten in Bolivien welche man auf jeden Fall gesehen haben sollte. Das Salar gilt als eines der größten Salzseen weltweit und bietet neben dem Salar noch viele weitere landschaftlich reizvolle Ziele.

Transport nach Uyuni

Als Ausgangspunkt für die Tour können entweder Städte in Bolivien gewählt werden, wie z.B. La Paz. Wenn man von der chilenischen Seite das Salar besuchen will kommt ein Großteil der Touristen aus San Pedro de Atacama. Prinzipiell hat man verschiedene Möglichkeiten den passenden Anbieter zu finden. Zum Einen bieten viele Touranbieter direkt Touren aus den bolivianischen Hauptstadt La Paz, zum Anderen kann man auch mit einem Busunternehmen bis Uyuni fahren und dann direkt vor Ort die passende Tour buchen. Zum größten Teil setzen Touranbieter von La Paz aus auch öffentliche Transportmittel bis Uyuni ein und erst dort findet dann die Aufteilung auf die einzelnen Geländewagen statt. Aus unserer Sicht ist zu empfehlen, dass man von La Paz aus mit einem Nachtbus bis nach Uyuni fährt und dann am nächsten morgen direkt vor Ort nach einem passenden Touroperator sucht. Vorteil ist hierbei, dass man sich den Touroperator vor Ort anschauen kann und die Touren vor Ort günstiger sind. Im Normalfall sind immer ausreichend Anbieter vor Ort, so dass man immer einen Platz bekommen sollte. Die Fahrt von La Paz aus dauert rund 10-12h, je nachdem in welchem Zustand sich momentan die Strecke befindet. Der erste Teil der Strecke führt noch über befestigte Straßen im weiteren Verlauf führt die Strecke dann aber über eine nur tlw. befestigte Route, die wohl vor allem in der Regenzeit zum Teil in einem nicht allzu guten Zustand ist. Die Strecke an sich ist aber nicht weiter gefährlich, sie ist relativ eben, aber eben recht holprig und es ist doch relativ schwer in der Nachtfahrt schlaf zu finden. Aus diesem Grund ist es auch zu empfehlen auf eines der besseren Busunternehmen zu setzen, da die Fahrt dann doch wesentlich komfortabler ist.
Die Besetzung für einen Geländewagen setzt sich bei einem Großteil der Anbieter auf 6 Passagieren und 1 Fahrer zusammen, wobei der Fahrer auch gleichzeitig als Guide fungiert. Hier ist vor allem darauf zu achten, dass der Fahrer, wenn man keine Spanischkenntnisse hat, zumindest ein bisschen englisch redet. Bei unseren Trip wurde uns 5 Englischwörter des Fahrers vom Touranbieter als sehr gute Englischkenntnisse verkauft.
Je nach Preis und Touranbieter kann es aber auch sein, dass neben dem Fahrer auch noch ein extra Guide dabei ist, dies ist bei höherpreisigen Angeboten der Fall.
Wenn man die Option zieht und mit dem Nachtbus nach Uyuni fährt kommt man gegen etwa 7:00 Uhr an und hat dann rund 2-3h Zeit einen passenden Touranbieter zu finden. Direkt nach der Ankunft wimmelt es schon direkt an der Bushaltestelle von zahlreichen Touranbietern die direkt die Touristen abfangen wollen. Der Streckenverlauf ist bei allen Anbietern sehr ähnlich und fast alle nehmen die gleichen Sehenswürdigkeiten mit. Der größte Unterschied dürfte bei den einzelnen Touren in der Qualität der Fahrer, der Autos und der Unterkunft sein. Es ist zu empfehlen vor allem auf die Qualität der Fahrer, die zeitgleich auch die Guides sind, und auf die Qualität der Autos zu achten. Auf dem Salar und in der näheren Umgebung passieren immer wieder teilweise schlimme Unfälle dadurch, dass die Fahrer sehr riskant mit den doch sehr alten Autos fahren. Ansonsten empfiehlt sich weiterhin genau zu spezifisieren was die Leistungen der Tour sind und was nicht dazu gehört. Die Tourlänge variiert meisten zwischen einer 1-5 Tagetour, wobei der Klassiker wohl bei einer 3-Tagestour liegen dürfte. Die Eintagestour umfasst im Normalfall nur einen Besuch auf dem Salar sowie der Besuch des Eisbahnfriedhofes direkt vor den Toren von Uyuni. Die 3- Tagestour umfasst neben dem Salar auch noch den Besuch von diversen Lagunen und heißen Quellen. Insgesamt legt man bei der längeren Tour rund 900km in der beeindruckenden Landschaft in Südbolivien zurück. Die 5 Tagestour ist meisten die Option wenn man danach weiter nach Chile reisen will und endet dann meistens in San Pedro de Atacama. Die anderen Touren sind hingegen Roundtrips mit Start und Endpunkt in Uyuni. Wenn man die nötige Zeit hat, sollte man versuchen zumindest die 3 Tagestour zu machen. Diese ist doch wesentlich vielfältiger als nur die Eintagestour auf dem Salar. Jedoch sollte man sich auch darüber bewusst sein, dass man einen Großteil der Zeit im Auto verbringt. Bei rund 900km in 3 Tagen auf unbefestigten Straßen bleibt nicht allzu viel Zeit. Vor allem der letzte Tag ist geprägt durch eine lange Jeepfahrt.

Programm der 3 Tagestour

Die 3 Tagestour beginnt am ersten Tag um 10.30 Uhr und führt zunächst zu einem kleinen Städtchen am Rande des Salars. Eigentlich ist der erste Stopp nur ein Touristopp und ist primär dafür gedacht, dass man die ersten Souvenirs kauft. Nach dem etwa 30minütigen Stopp geht es weiter auf das Salar. Dabei fährt man mit dem Geländewagen direkt auf der total ebenen Salzkruste entlang. Die ersten Meter auf dem Salar sind sehr beeindruckend, die strahlend weiße Fläche glitzert im Sonnenlicht und man sieht nur eine weiße Fläche soweit das Auge sieht. Auf dem Salar ist auf die passende Bekleidung und einen ausreichenden Sonnenschutz achten. Die Sonne dort ist sehr aggressiv und durch die weiße Fläche wird die Strahlung stark reflektiert. Pflicht sind eine Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor sowie eine Sonnenbrille. Auf dem Salar besucht man dann im weiteren Felder auf den Salz abgebaut wird und fährt anschießend weiter in ein Salzhotel zum Mittagessen. Das Salzhotel ist komplett auf Salz gebaut, d.h. sowohl die Wände als auch die Inneneinrichtung wie Tische und Stühle sind auf Salzblöcken. Nach dem Mittagessen hat man noch etwa 1-1.5h Zeit sich frei auf dem Salar zu bewegen und die typischen Fotos zu machen. Danach geht die Fahrt weiter und der nächste Anlaufpunkt ist der Zugfriedhof der sich außerhalb von Uyuni befindet. Auf diesem Gelände befinden zahlreiche, teils historische Züge und Lokomotiven die von der bolivianischen Eisenbahn dort ausrangiert wurde. Aufgrund der trockenen Bedingungen vor Ort ist der Zustand der Bahnen noch sehr gut. Zeitlich hat man rund 1h am Eisbahnfriedhoch zur freien Verfügung. Danach geht die Fahrt dann weiter zur ersten Unterkunft. Die Fahrtzeit beträgt nochmals rund 2-3h, so dass man gegen 19 Uhr bei der ersten Unterkunft ist. Die Unterkunft ist einfach, aber absolut ausreichend. Pro Zimmer sind es rund 4-5 Betten. Weitere 1-2 Stunden später wird dann das Abendessen gereicht. Dieses wird, wie eigentlich alles auf der Tour, auch vom Fahrer zubereitet und ist auch in Ordnung. Es ist zwar kein Hochgenuss, aber es macht immerhin ausreichend satt. Im Anschluss geht es dann gegen 22 Uhr ins Bett um am nächsten Tag fit zu sein. Je nach Touranbieter kann natürlich sowohl die Qualität der Unterkünfte als auch des Essens schwanken. Generell sollte man aber keine zu hohen Ansprüche stellen.

2. Tag

Der zweite Tage beginnt mit einem Frühstück gegen 7.30 Uhr und um 9.00 Uhr verlassen wir die Unterkunft und Reihen uns ist eine Geländewagenkolonne ein, die sich aber im weiteren Tagesverlauf immer weiter verteilt. Unser erste Stopp sind interessante Felsformationen wo wir uns ca. 1h aufhalten. Die Felsformationen gleichen regelrecht Skulpturen und landschaftlich ist man wieder in einer anderen Welt. Die nächsten Stunden verbringen wie auf der Strecke und machen immer wieder an sehenswerten Lagunen Stopps. Die Fahrt geht kontinuierlich nach oben, gegen Mittag ist man bereits auf rund 3.000m, am Abend wird man auf ca. 4.400m schlafen. Die Landschaft ist beeindruckend, die Lagunen haben aufgrund unterschiedlicher Algen alle verschiedene Schattierungen und zunehmend sieht man auch exotische Tiere an den Lagunen, wie z.B. Flamingos. Der Tag vergeht mit den viele Stopps sehr schnell und gegen 18.00 Uhr kommt man an der Unterkunft an. Das Procedere ist ähnlich wie am ersten Tag, allerdings sind die Temperaturen in der Nacht sehr gering. Aufgrund der Höhe können die Temperaturen in der Nacht weit unter die 0 Grad Linie fallen. Aus diesem Grund sollte man auf genügend warme Kleidung achten.

3. Tag

Der dritte Tag beginnt extrem früh. Um ca. 5.00 Uhr wird man vom Fahrer geweckt und um ca. 6 Uhr ist man bereit im Geländewagen zum ersten Punkt. Der Tag beginnt mit dem Besuch von heißen Quellen und Geysire die in der Sonnenaufgangsstimmung noch beeindruckende sind. Danach geht es weiter zum Frühstück, dort hat man die Möglichkeit selbst in heißen Quellen zu schwimmen und sich so wenigstens wieder ein bisschen zu erwärmen. Danach geht die Fahrt weiter durch die Dali Wüste und ab ca. 10.00 Uhr beginnt die etwa 6 stündige Fahrt zurück zum Ausgangspunkt nach Uyuni. Von wo man Abend wieder den Bus zurück nach La Paz nehmen kann. Will man die Reise nach Chile fortsetzen kann man sich den Rückweg ersparen und sich auf dem Weg an der chilenisch-bolivianische Grenz absetzen lassen.

Fazit

Insgesamt ist die Tour sehr lohnenswert und sicherlich ein Highlight bei einer Südamerikareise. Preislich sind die Touren nicht besonders teuer, für die 3 Tagestour muss man inkl. Transport, Unterkunft und Essen mit rund 100 Euro rechnen. Zusätzlich sind nochmals rund 20 Euro für Eintrittsgelder in Nationalparks zu bezahlen.