Buchempfehlung: Gerlinde Kaltenbrunner “Ganz bei mir – Leidenschaft Achttausender”

Die 1970 in Oberösterreich geborene Bergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner gehört dem Kreis der besten Höhenbergsteigerinnen der Welt an. In der Zwischenzeit hat Gerlinde Kaltenbrunner 13 der 14 höchsten Gipfel der Welt (Achttausender) erfolgreich bestiegen, dabei hat sie bei allen Gipfelerfolgen auf zusätzlichen Sauerstoff verzichtet.

In ihrem Buch “Ganz bei mir – Leidenschaft Achttausender” gibt Gerlinde Kaltenbrunner einen sehr spannenden und tiefen Einblick in ihr Leben und in das Höhenbergsteigen.

Das Buch ist chronologisch aufgebaut: So beginnt das Buch mit der Kindheit in Oberösterreich und wie sie schon als Kind dank des Pfarrers zum Bergsteigen gekommen ist. Außerdem berichtet sie über ihren Beruf als diplomierte Krankenschwester und wie sie zu Beginn diesen Beruf mit ihrer Leidenschaft dem Bergsteigen kombiniert hat.
Seit der Nanga Parbat Expedition im Jahre 2003 hat Gerlinde Kaltenbrunner ihre Leidenschaft zu Ihrem Beruf gemacht und ist Profibergsteigerin. Über diese Zeit und ihre viele alpinen Erfolge und Besteigungen gibt sie dem Leser einen sehr tiefen Einblick. Doch auch Misserfolge, schwierige und lebensbedrohliche Situation werden berichtet und so gelingt es Gerlinde Kaltenbrunner dem Leser einen realistischen Einblick in das Leben einer Profibergsteigerin zu geben.

Neben ihrer Laufbahn als Bergsteigerin gibt Gerlinde Kaltenbrunner in ihrem Buch auch Einblicke in ihr privates Leben.

Ich habe das Lesen des Buches sehr genossen und kann das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen.
Das Buch ist 2009 im Malik-Verlag erschienen.

Rucksack für Mehrtagestouren (Trekking) – Wie findet man den passenden Rucksack?

Für viele Menschen gibt es nichts Schöneres, als sich für einige Tage von der Zivilisation zu verabschieden und eine Mehrtagestour in die Natur zu unternehmen. Natürlich gehört dazu auch eine Menge Ausrüstung und diese sollte auch möglichst kompakt transportiert werden. Doch bevor man sich einen Rucksack kauft, sollte man den Einsatz, der geplant ist, so eng wie möglich begrenzen. Denn es gibt für jeden speziellen Einsatz den richtigen Rucksack. Es kommt also ganz darauf an, welche Art von Tour man geplant hat.

Generell kann man zwischen drei verschiedenen Touren unterscheiden: Für eine leichte Wanderung sollte man etwa 5 kg Gepäck einplanen, bei einer Mehrtagestour braucht man durchschnittlich zwischen 7 und 12 kg Gepäck und sehr lange Trekkingtouren können Gepäck ab 15 kg erfordern.

Wandert man nur ein oder zwei Tage, so sollte man einen Rucksack mit einem Volumen von ca. 20 bis 30 Liter benutzen. Es ist sehr wichtig, dass das System leicht ist und aus gut gelüftetem Matierla besteht. Details wie ein Netzrücken sind hier von Vorteil. Es gibt klassische Modelle mit zwei Riemen, aber auch praktische Rucksäcke mit nur einem Riemen, die sich allerdings etwas schwieriger befestigen lassen. Gut ist es zudem, wenn es extra Befestigungsdetails für Trinkfalschen oder Wanderstöcke gibt.

Wenn man eine längere Tour, also eine Mehrtagestour unternimmt, so sollte man auf einen Rucksack zurück greifen, der ein Volumen von bis zu 50 Liter besitzt. Bei so einem Rucksack ist es wichtig, dass das Tragesystem von der Schulter auf das Becken transportiert wird, auch um den Rücken zu entlasten. Dies geschieht mit Hilfe von Aluminium Schienen, die im Rückenteil des Rucksacks eingearbeitet sind. Der Beckenknochen wird somit mit der Hilfe eines Hüftgurts auch ideal umschlossen. Bei diesem Gewicht ist es auch sehr von Bedeutung, dass die Trageriemen verstellbar und weich gepolstert sind, dass sie nicht einschneidend auf die Haut sind. Ein Mehrtagesrucksack sollte idealerweise in mehrere Bereiche unterteilt seid, wie zum Beispiel in ein Grundfach, ein großes Hauptfach und mehrere kleine Innen-, Seiten- oder Außentaschen. Dies sorgt für Ordnung und hilft, Dinge schnell zu finden, wenn man sie benötigt. Eine Befestigung für eine Isomatte ist ebenso etwas, worauf man achten sollte. Eine Regenhülle, mit der man vor schlechtem Wetter geschützt ist, sorgt für zusätzlichen Komfort.

Generell sollte man maximal Rucksäcke mit einem 70 Liter Volumen auswählen, denn größere Modelle schaden oft dem Rücken. Am besten lässt man sich dazu in einem guten Fachgeschäft zum richtigen Trekkingrucksack beraten.

Arc’teryx – C30p – Chalkbag

Neben einem Klettergurt, den entsprechenden Kletterschuhen und den Karabinern gehört ein Chalkbag zum Standardequipment eines fast jeden Kletterers. Sowohl beim Bouldern als auch beim klassischen Klettern benötigt man den Chalk, um die Hände trocken zu halten und so einen besseren Halt zu haben.

Generell gibt es eine relativ große Auswahl an Chalkbags von verschiedenen Herstellern wie bspw. La Sportiva, Edelrid, Deuter oder Petzl. Die einzelnen Magnesiabeutel unterscheiden sich dabei in Form, Größe, Funktionalität und vor allem auch im optischen Aspekt.

Der optische Aspekt spielte auch bei unserer Wahl für den  Arc’teryx – C30p – Chalkbag eine entscheidende Rolle, durch seine geschwungene Form unterscheidet er sich doch ein wenig vom klassischen Beutel. Ein Highlight – sowohl optisch als auch funktional – ist die abgewinkelte Öffnung, welche den Zugriff auf das Chalk enorm vereinfacht. Besonders schön und praktisch an diesem Chalkbag ist, dass er im geschlossenen Zustand wirklich dicht hält und so der Chalk nicht quer durch den ganzen Rucksack verstreut ist wie dies bei meinem Vorgängermodell gerne der Fall war.

Mit 95 Gramm ist der Chalkbag auch ein Leichtgewicht unter den Chalkbags und eignet sich so auch für Kletterer die gerne jedes Gramm bei der Ausrüstung sparen wollen. Ein nettes Detail ist auch der vorhandene Bürstenhalter, so dass diese stets griffbereit mitgeführt werden kann.

Den Arc’teryx – C30p – Chalkbag gibt es in drei Farbvarianten:

  • cornflower
  • orchid
  • raisin

Das Label Arc’teryx  wurde 1991 in Nordamerika (Kanada) gegründet und hat das Ziel sich im technischen Bereich auf dem Niveau der Marktführer zu etablieren. Immer wieder besticht Arc’teryx vor allem durch ein sehr gelungenes und innovatives Design verbunden mit guter Qualität. So konnte sich das Unternehmen in den letzten Jahren weiter am Markt etablieren.

Wer gerade auf der Suche nach einem passenden Chalkbag ist, für den kann ich den Online Shop der Bergfreunde empfehlen. Bei einer Auswahl von 35 verschiedenen Modellen in verschiedenen Varianten und Farben ist sicherlich auch der Passende für euch dabei.

Winterbesteigung des Gasherbrum II

Die The North Face Athleten Simone Moro, Denis Urubko und Cory Richards habe sich Ende Januar auf auf den Weg zum Karakorum gemacht, um den Gasherbrum II (8.035 m) zum ersten Mal erfolgreich im Winter zu besteigen. Im Blog auf thenorthfacejournal werde die Extrembergsteiger nun kontinierlich von der Besteigung berichten. Ein erster Videobeitrag ist nun online. Aktuell sind die Athleten in Pakistan gelandet und sind in Skardu und akklimatisieren sich dort für die Besteigung. Die Anreise nach Skardu erfolgte über Islamabad gemeinsam mit einer polnischen Expedition die den Broad Peak in Angriff nimmt.

Stirnlampe: Petzl Myo RXP Testbericht

Für wen Flexibilität und Leistungsfähigkeit wichtige Kriterien bei der Wahl der passenden Stirnlampe  sind für den ist die Petzl – Myo RXP – Stirnlampe wie geschaffen. Diese neue Stirnlampe von Petzl  ermöglicht die stufenlose und individuelle Einstellung der Lichtstärke zwischen 8 und 140 Lumen. Im sogenannten Boost Modus schafft die Lampe sogar eine Leistung von bis zu 160 Lumen. Allerdings ist darauf zu achten, dass der Boost Modus nur für eine Aktivität von rund 20 Sekunden gedacht ist, nach dieser Zeitspanne schaltet die Lampe automatisch den Boost Modus wieder aus um die Lampe vor Überhitzung zu schützen. Dauerhaft kann die Lampe also mit einer Leistung von max. 140 Lumen betrieben werden.

Als Nutzer der Stirnlampe hat man die Möglichkeit sich drei verschiedene Leuchtstärken aus einer Auswahl von zehn verschiedenen Helligkeitsniveaus zu programmieren und so die Lampe an die individuellen Anforderungen anzupassen. Die maximale Reichweite der Lampe beträgt 97 Meter und kann bei der niedrigsten Leuchtstufe bis zu 95h lang betrieben werden.

Als Leuchtmittel setzt die Stirnlampe eine Power-LED für das fokussierte Fernlicht ein. Im Nahbereich verbreitet eine Weitwinkellinse den Lichtkegel und sorgt so für eine bessere Ausleuchtung.
Durch ihre hohe Flexibilität ist die Stirnlampe auch für einen breiten Anwendungsbereich wie geschaffen: sowohl beim Joggen in der Nacht als auch bei längeren Trekkingtouren bietet die Lampe das passende Licht und rutscht durch die gute Gewichtverteilung und das Stirnband dabei kaum. Genauso gut kann man laut Hersteller die Lampe auch beim Bergsteigen und Eisklettern einsetzen ? das habe ich allerdings noch nicht getestet.

Die Energieversorgung wird über 3 AA/LR6 Batterien (inklusive) sichergestellt, so können für längere Touren einfach die entsprechenden Ersatzbatterien mitgeführt werden und nach einem kleinen Batteriewechsel steht die Lampe für viele weitere Stunden zur Verfügung. Für extreme Anforderungen in eisiger Kälte ist die Stirnlampe auch kompatibel mit Lithium-Batterien, die auch im extrem niedrigen Temperaturbereich noch Leistung bringen.
Das Batteriefach ist abnehmbar und bietet somit den Vorteil, dass die relativ schweren Batterien unabhängig von der Stirnlampe getragen werden können und somit die Lampe an sich einfacher einstellbar ist. 
Bei kalter Witterung ist es damit auch möglich die Akkus/Batterien körpernah zu tragen und so die Leistungsfähigkeit der Energieversorgung länger aufrecht zu halten. Sollten die Energieversorgung trotz der relativ langen Betriebsdauer zu Neige gehen wird der der Nutzer gewarnt (bei 70% und 90% der restlichen Energie). Zusätzlich informiert die Batteriestatusanzeige kontinuierlich über den aktuellen Ladezustand:

– Grünes Licht = neue Batterien.
– Oranges Licht = Batterien zu 70 % entladen.
– Rotes Licht = Batterien auswechseln

In Notfallsituationen kann die Lampe ein SOS Signal senden. Die Petzl
– Myo RXP ist also in vielen Situationen ein idealer Begleiter, sicherlich gibt es im Enterprise Bereich noch leistungsfähigere Stirnlampen, aber generell ist die Wahl der Petzl – Myo RXP für viele Anforderungen absolut ausreichend.

Getestet habe ich meine neue Stirnlampe bereits beim Joggen und Wandern. Beim Joggen ist mir sehr angenehm aufgefallen, dass durch das extra Batteriefach die Gewichtsverteilung der Stirnlampe sehr ausgewogen ist und die Stirnlampe aus diesem Grund hervorragend sitzt und sehr wenig verrutscht. Außerdem waren sowohl der Lichtkegel als auch die Reichweite super. Beim Schneeschuhwandern hat mich die Stirnlampe auch überzeugt. Nun bleibt abzuwarten ob sich die Stirnlampe auch die längerer Laufzeit und beim Einsatz in widrigeren Umständen bewährt.

Zu bestellen gibt es die Petzl – Myo RXP – Stirnlampe  u.a. im Online Shop der Bergfreunde.

Tubbs Flex TRK 24 Schneeschuhe – Testbericht

Nach mehreren geführten Touren mit geliehenen Schneeschuhen wurde es nun endlich einmal Zeit sich ein paar eigene Schneeschuhe zuzulegen, um so den bis dato sehr schneereichen Winter einfach noch besser ausnützen zu können und im Winterurlaub dann unabhängig von irgendwelchen Gruppen agieren zu können.
Doch den passenden Schneeschuh zu finden ist leider nicht ganz so einfach wie ich mir das anfänglich vorgestellt hatte. Um den für sich passenden Schuh zu finden, gibt es ein paar relevante und ausschlaggebende Kriterien die bei der Auswahl eines passenden Modells zu beachten sind:

  1. Schuhgröße: Zunächst einmal müssen Schneeschuhe für die relevanten Schuhgrößen passen. Zwar sind die Schneeschuhe im Normalfall von der Größe her sehr flexibel verstellbar, so dass ein Schneeschuh ein breites Spektrum abdecken kann, aber leider kann es im Zweifelsfall doch relativ eng werde, wenn man keine standardisierte Schuhgröße hat. Ein Großteil der Modelle decken Schuhgrößen von Größe 37 bis Größe 45 ab.  Will man nun Schneeschuhe z.B. für Schuhgröße 36 oder 48 haben, wird die Auswahl schon etwas kleiner.
  2. Gewichtsbereich: Ein ebenso wichtiges Kriterium wie die Schuhgröße ist der Gewichtsbereich. Die Wahl des passenden Gewichtbereichs des Schuhs sollte bei der Auswahl eines Schneeschuhs auf alle Fälle berücksichtigt werden. Je nach Größe und Konstruktion der Schneeschuhe entwickeln diese eine unterschiedliche Tragfähigkeit. Hier ist zu beachten, dass die Gewichtsangabe das volle Gewicht berücksichtigt und sich nicht nur auf das Körpergewicht bezieht. Plant man also eine entsprechende Tour muss die Summe  (Körpergewicht, Rucksack,Kleidung…) des Gewichts ca. im Rahmen des empfohlenen Gewichts der Schneeschuhe liegen. Je mehr Gewicht ein Schuh tragen muss desto größer ist auch die notwendige Auflagefläche, d.h. Schneeschuhe für sehr schwere Gewichte sind entsprechend größer.

Die bekanntesten Marken im Schneeschuhsegment sind Tubbs , MSR, Salewa, TSL . Je nach Anforderungen eignen sich die einzelnen Schuhe mehr oder weniger. Generell unterscheidet man verschiedene Anforderungsprofile bei Schneeschuhen: Flaches Gelände, bergiges Gelände und den alpinen Bereich. Während man im alpinen Bereich professionelle Schuhe einsetzen sollte, kann man in den anderen beiden Bereichen auch noch mit Einsteigermodellen sehr gut agieren.

Da ich ein Anfänger im Bereich Schneeschuhwandern bin, fiel unsere Wahl auf den Tubbs Flex TRK 24 Schneeschuh. Aus unserer Sicht hat dieser Schneeschuh ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und deckt einen Großteil meiner Anforderungen ab.  Der Schneeschuh ist ein Allround-Schuh der besonders auf einen hohen Komfort wert legt und sich so vor allem für Einsteiger und für längere Touren eignet.
Der Wanderschuh wird mittels einer QuickFlex Bindung befestigt, so dass eine gute Verbindung zwischen Schuh und Schneeschuh besteht. Der Schuh ist für ein Gesamtgewicht bis 86kg auslegt und kann bis Schuhgröße 46 genutzt werden.
Preislich bewegt sich das Modell von Tubbs im mittleren Bereich und ist für einen Preis zwischen 130-150 Euro im Fachhandel zu bekommen.
Bevor man mit dem Schneeschuhwandern loslegt, sollte man sich insbesondere bei den ersten Versuchen etwas Zeit nehmen damit man die Schneeschuhe auch richtig und vor allem schön eng an den Wanderschuhen befestigt. Hat man den Kniff allerdings raus lässt sich der Schneeschuh ohne Probleme befestigen und es entsteht eine gute Verbindung zwischen Wanderschuh und Schneeschuh. Normalerweise habe ich Schuhgröße 36, aber mit den Wanderschuhen passt mir der Tubbs Flex TRK 24 Schneeschuh ohne Probleme. Super ist auch, dass man die Schlaufen nochmals zusammen klippen kann und diese dann nicht im Schnee vereisen.
Das Wandergefühl mit dem Tubbs Flex TRK 24 Schneeschuh war sehr gut und ich kam sehr schnell mit dem Schuh zurecht, besonders hat mich der feste Falt überzeugt.